Ärzte monieren geringe Investitionen für Gesundheitswesen


Spezialisten zieht es ins Ausland

Spanien ist innerhalb der Europäischen Union das Land mit den niedrigsten Investitionen im Bereich des Gesundheitswesens. Dies stellte der Vorsitzende der spanischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SEMG), José Manuel Solla, bei der Eröffnung eines Fachkongresses in Valencia fest.

Valencia – Solla beanstandete, dass über 7.000 spanische Ärzte „bedauerlicherweise“ im Ausland praktizieren und forderte die zuständigen Politiker auf, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um diese Fachkräfte zur Rückkehr zu bewegen, was seiner Meinung nach nur durch Änderungen in den Arbeitszeiten und mehr Investitionen erreicht werden kann. Außerdem wies der SEMG-Vorsitzende darauf hin, dass die Gehälter der Allgemeinmediziner in Spanien äußerst niedrig – vergleichbar mit dem Gehaltsniveau in Ländern wie Slowenien – sind und dringend erhöht werden müssen.

Der Vorsitzende des Organisationskomitees des Kongresses, Ángel Fernández-Cañadas, forderte seinerseits, dass die einzelnen Arztpraxen entlastet werden, damit die Ärzte wieder mehr Zeit für ihre Patienten haben und so „die menschliche Seite des Hausarztes“ zeigen können. Um dies zu erreichen, forderte Fernández-Cañadas von der öffentlichen Verwaltung die Zuteilung von mehr Personal und finanziellen Mitteln.




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