Acht Gemeinden im Rennen um Atommüll-Lager


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Auswahlverfahren schreitet voran

Die spanische Kommission für die Einrichtung eines zentralen Atommülllagers für alle spanischen Atomkraftwerke hat eine Vorauswahl getroffen.

Madrid – Von den ursprünglich 14 Gemeinden, die sich als Standort bewerben (das Wochenblatt berichtete), sind noch acht im Rennen, und zwar; Albalá (Cáceres), Ascó (Tarragona), Melgar de Arriba y Santervás de Campos (Valladolid), Torrubia (Soria), Yebra (Guadalajara), Villar de Cañas (Cuenca) und Zarra (Valencia). Fünf Gemeinden wurden aus dem Auswahlverfahren ausgeschlossen, meist aus formalen Gründen, und Santiuste de San Juan Bautista in Segovia hat seine Kandidatur auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderates zurückgezogen.

Das Interesse an dem Atommülllager ist deshalb so groß, weil mit einer Investitionssumme von 700 Millionen Euro und der Schaffung von 500 Arbeitsplätzen gerechnet wird. Außerdem soll die Gemeinde des Standortes mit jährlich sechs Millionen Euro bezuschusst werden.

Der Bau eines zentralen Lagers wurde 2004 beschlossen, weil bisher jedes Atomkraftwerk seine ausgebrannten Brennstäbe selbst lagert. Das passiert zur Absorbierung der Strahlung in großen Wasserbecken, die sich oft im Freien befinden. Diese Speicher sind voll oder fast voll, so dass eine Lösung des Problems immer dringlicher wird. Das neue Sammellager soll genug Kapazitäten haben, um zumindest den Müll der nächsten 60 Jahre aufnehmen zu können.




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