Abtreibungen im siebten Monat?


Schwerer Verdacht gegen mehrere Kliniken in Barcelona

Mehrere Kliniken in Barcelona stehen in dem Verdacht, illegal Abtreibungen vorgenommen zu haben. Die verdeckte Reportage einer dänischen Reporterin, brachte die spanische Polizei auf die Spur der mutmaßlichen Machenschaften der katalanischen Krankenhausgruppe Ginemedex TCB, die von dem peruanischen Arzt Carlos Mo­rín geleitet wird.

Barcelona – Sowohl er als auch seine Frau, die als Krankenschwester in einer der Kliniken arbeitete, sowie vier weitere leitende Ärzte müssen sich nun vor Gericht verantworten.

Der Reporterin zufolge sollen in den Kliniken Abtreibungen nicht nur illegal, sondern vor allem auch in fortgeschrittenem Stadium der Schwangerschaft vorgenommen worden sein. Bei ihr persönlich habe man noch einem Abbruch in der 32. Woche zugestimmt.

Nach bisherigem Ermittlungsstand ließen nicht nur Spanierinnen, sondern auch Frauen aus anderen europäischen Ländern in den Kliniken Abtreibungen vornehmen. Dabei sollen Abbrüche im fünften, sechsten oder sogar siebten Monat nicht selten gewesen sein. Mit gefälschten Ultraschallbildern und Krankengeschichten sollen die auch in Spanien in diesem Schwangerschaftsstadium illegalen Abtreibungen vertuscht worden sein.




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