Abbau bürokratischer Hürden beginnt


Keine Kopie des Personalausweises mehr erforderlich

Spaniens Bürger werden in diesem Jahr insgesamt sieben Millionen Stunden einsparen können, die sonst für bürokratische Angelegenheiten mit Behörden und sonstigen öffentlichen Einrichtungen draufgingen.

Madrid – Seit 1. Januar müssen bei bürokratischen Vorgängen nämlich nicht mehr die sonst meist erforderlichen Fotokopien des Personalausweises („DNI“) sowie des Meldenachweises beigelegt werden.

Nach Regierungsangaben präsentierten die Spanier bislang jährlich bei den diversen behördlichen Vorgängen vier Millionen Fotokopien des Personalausweises und 3,5 Millionen des Meldenachweises.

Durch die Abschaffung der obligatorischen Vorlage der Fotokopien wird den EU-Auflagen zur Erleichterung behördlicher Vorgänge Folge geleistet. Dadurch können nach Expertenmeinung jährlich sieben Millionen Stunden Wartezeit eingespart werden. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch weniger Fehlstunden in der Arbeit, weniger Geld und vor allem weniger Papier.

Die positiven Auswirkungen werden insbesondere bei den Behördenvorgängen sichtbar, die mit dem Verkehrswesen, dem Personalausweis bzw. dem Führerschein zu tun haben.

Ab dem 1. Januar sind die institutionellen Ämter selbst dafür zuständig, die Identität des betreffenden Bürgers nachzuprüfen.

Dafür können die Beamten die Register von Polizei und dem nationalen Statistikamt befragen. Die Bürger müssen dafür allerdings ihre Erlaubnis erteilen, und zwar durch das Ankreuzen eines Feldes auf dem jeweiligen Formular.

Sollte ein Bürger dies aus welchen Gründen auch immer nicht wollen, kann er weiterhin selbst die Fotokopien vorlegen.




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