7,8 Milliarden Euro mehr als erwartet an Direkthilfen aus dem europäischen Wiederaufbaufonds

Die EU erkennt den größeren wirtschaftlichen Schaden Spaniens an und erhöht die Direkthilfen aus dem europäischen Wiederaufbaufonds.

Die EU erkennt den größeren wirtschaftlichen Schaden Spaniens an und erhöht die Direkthilfen aus dem europäischen Wiederaufbaufonds.

Insgesamt wird Spanien über 77 Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket der EU erhalten

Madrid – Spanien wird, vorläufigen Meldungen zufolge, vermutlich deutlich mehr Geld aus dem EU-Konjunkturpaket erhalten als ursprünglich geplant. 7,83 Milliarden Euro, um ganz genau zu sein. Insgesamt wird Spanien damit statt der ursprünglich vorgesehenen 69,51 Milliarden Euro eine Gesamtsumme in Höhe von 77,34 Milliarden Euro erhalten. Grund dafür ist die Tatsache, dass Spanien der EU-Mitgliedsstaat ist, dessen Wirtschaft die Covid 19-Pandemie am wenigsten gut überstanden hat, was eines der entscheidenden Kriterien bei der Berechnung der Verteilung der 338 Milliarden Euro an EU-Direkthilfen ist. Spanien ist damit noch vor Italien einer der größten Nutznießer des Konjunkturpaketes.

Allen offiziellen Daten zufolge besteht kein Zweifel mehr daran: Spanien ist von der Pandemie in der EU wirtschaftlich am stärksten betroffen. Die Wirtschaft des Landes schrumpfte demnach im Jahr 2020 um 10,8%, Italien erlitt im gleichen Zeitraum einen Rückgang um 9,9%, die Eurozone um 6,3% und die EU um 5,9%. Obwohl sich im vergangenen Jahr EU-weit erste Anzeichen für einen Aufschwung zeigten, lag Spanien mit einem Wachstum von 5,1% erneut unter dem Durchschnitt der Eurozone von 5,4%. Jüngsten Prognosen der Europäischen Kommission zufolge, wird Spanien auch das letzte Land sein, welches das BIP-Niveau von vor der Pandemie wieder erreichen wird.

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