4G-Kameras und eine App zur Überwachung der Strandkapazität

Kameras nehmen auf, welche Areale besetzt und welche frei sind. Wird der Strand zu voll, springt die Ampel auf rot. Foto: Telefónica

Kameras nehmen auf, welche Areale besetzt und welche frei sind. Wird der Strand zu voll, springt die Ampel auf rot. Foto: Telefónica

Telefónica hat ein System zur automatischen Erfassung der Auslastung entwickelt

Madrid/Kanarische Inseln – Solange es noch Kapazitätsbeschränkungen für den öffentlichen Raum gibt, sollen die diesbezüglichen Vorschriften auch am Strand eingehalten werden. Einige Stadtverwaltungen teilen die Flächen in Parzellen ein, welche die Einhaltung des Sicherheitsabstands erleichtern sollen. Andere haben ein System der Reservierung innerhalb bestimmter Zeiträume etabliert.
Seit Neuestem werden Apps entwickelt, welche die Behörden dabei unterstützen sollen, die Auslastung der Strände zu kontrollieren, indem sie die Anzahl der Personen schätzen, die sich gleichzeitig am Strand aufhalten. Eine davon wurde von der spanischen Telekommunikationsgesellschaft Telefónica herausgebracht und wird schon in einigen Städten wie Barcelona und in verschiedenen Ortschaften an der spanischen Ostküste verwendet.
Die App kombiniert Technik und Vernetzung und soll es den Gemeindeverwaltungen ermöglichen, verlässlich und automatisiert die Auslastung der Küstengebiete, aber auch geschlossener öffentlicher Räume, festzustellen. Telefónica ist schon in Verhandlungen mit verschiedenen kanarischen Gemeinden, um das System in Zonen erhöhter touristischer Aktivität zu installieren.
Das System fußt auf zwei Instrumenten, Kameras mit 4G-Internetanschluss, die in dem zu überwachenden Gebiet angebracht werden, und der App, die auf jedem elektronischen Gerät installiert werden kann, und mittels derer die Auslastung der Kapazität festgestellt werden kann.
Die Kameras nehmen auf, welche Areale besetzt und welche frei sind und berechnen die Auslastung in Echtzeit. Außerdem kann die Zahl der Besucher an den Zugängen zum Strand gezählt werden, was die Verlässlichkeit der ermittelten Werte zusätzlich erhöht. Die Kameras nehmen Standbilder des Areals auf, ohne die Privatsphäre der Personen zu verletzen, die sich dort befinden. Die Software nimmt keine Bilder auf und speichert nichts, sie stellt nur besetzte und freie Areale fest.
Die Information wird im Netz veröffentlicht, damit Nutzer, die den Strand besuchen wollen, sehen können, ob zu diesem Zeitpunkt noch Platz für mehr Besucher ist. Die für das Gebiet verantwortlichen Stellen können sich per Handy benachrichtigen lassen, wenn die Kapazität des Strandes überschritten wird.

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