4,5 Millionen Euro Entschädigung


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Nach Nichtverlängerung des Fischereiabkommens und Fangverbot in marokkanischen Fischgründen

Am 26. Januar kündigte Landwirtschaftsminister Miguel Arias Cañete den von der Aufkündigung des Fischereiabkommens mit Marokko betroffenen spanischen Fischern (das Wochenblatt berichtete) eine Entschädigung von 9,2 Millionen Euro an.

Nachdem sich das EU-Parlament im Dezember gegen eine Verlängerung des Fischereiabkommens mit Marokko entschieden und das afrikanische Land ein sofortiges Fangverbot ausgesprochen hatte, lagen 26 kanarische Fischkutter in den Häfen fest. Allein auf den Kanaren waren nun rund 5.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze in Gefahr.

Laut Arias Cañete sollen nun je 4,5 Millionen Euro Entschädigung an die Kanarischen Inseln und Andalusien gehen, den am meisten betroffenen Regionen. Das Geld stamme aus dem Fischereifonds der Europäischen Union.

Rückwirkend ab 14. Dezember haben die Besatzungsmitglieder der betroffenen Fischkutter nun einen Anspruch auf 1.350 Euro pro Monat, die Schiffseigner – je nach Größe des Fischkutters – auf mindestens 100 Euro pro Tag. Die Entschädigung kann Anfang Februar beantragt werden, soll ab Mitte Februar fließen und ein halbes Jahr abdecken. Bei Auslaufen soll dann ein neues Fischereiabkommen mit Marokko geschlossen worden sein, so das Landwirtschaftsministerium.




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