382-jährige Ulme in Castellón könnte „Baum des Jahres“ werden


Foto: arboleuropeo.es

Nach der Wahl zum „Besten Baum Spaniens 2019“ streben die Bewohner von Navajas für ihr Wahrzeichen europäische Weihen an

Castellón – In der Endausscheidung um den Titel des „Europäischen Baums des Jahres 2019“ ist Spanien mit einer ehrwürdigen 382-jährigen Ulme vertreten. Sie steht in dem kleinen Flecken Navajas in der Provinz Castellón, und es heißt, ihre Wurzeln würden bis unter jedes einzelne Haus des 750-Seelen-Dorfes reichen. Der Baum, dessen gewaltige Krone einen Großteil des Dorfplatzes überschattet, ist 19 Meter hoch. Aus dem Sockel, der sie umgibt, entspringt eine Quelle. Die Ulme wurde im Jahr 1636 von Friedensrichter Roque Pastor gepflanzt. Sie ziert als Wahrzeichen das Wappen von Navajas und wird in der Stadthymne besungen. Die Post hat ihr zwei Briefmarken und die Lotterie Once eines ihrer Lose gewidmet.

Ende November vergangenen Jahres wurde sie mit 95.000 Stimmen zum „Spanischen Baum des Jahres 2019“ gekürt und ließ damit unter anderem die „Kaiserliche Palme von Elche“ (Alicante) und den „Königlichen Mandelbaum“ bei Valverde de Leganés (Badajoz) hinter sich.

Nun tritt die hochdekorierte Ulme gegen Linden, Eichen, Platanen, Zitronen- und Mandelbäume aus weiteren vierzehn Ländern – Belgien, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Frankreich, Ungarn, Litauen, Holland, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, der Slowakei und Großbritannien – an. Auf der Website www.treeoftheyear.org sind die Geschichten aller fünfzehn Kandidaten nachzulesen. Der Baum, der die meisten Stimmen aus ganz Europa erhält, wird am 21. März, dem Tag des Waldes, zum „Europäischen Baum des Jahres 2019“ erklärt.

Die Kandidatur der Ulme auf der nach ihr benannten „Plaza del Olmo“ in Navajas wird von den Dorfbewohnern eifrig unterstützt. Aber auch mehrere Sportler des Fußballclubs CD Castellón haben sich neben dem altehrwürdigen Baum fotografieren lassen und gehen über ihre Twitter-Fan-Seite auf Stimmenfang für ihre Ulme. Eine erste Wirkung dieser „Public Relations“-Bemühungen zeigte sich darin, dass Touristen, die den spektakulären sechzig Meter hohen Wasserfall „Salto de la Novia“ von Navajas besuchen kommen, nun immer häufiger auch bei der alten Ulme auf dem Dorfplatz vorbeischauen.

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