30 Prozent der neuen Arbeitslosen in Europa entfallen auf Spanien


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Zum Jahresende geringfügige Besserung in Aussicht

Auf der schwarzen Liste der EU-Länder mit dem größten Arbeitsplatzverlust nimmt Spanien einen unrühmlichen ersten Platz ein.

Madrid – So hat  das Institut für den Arbeits-Euroindex IESE-ADECCO festgestellt, dass Spanien zum Jahres­­ende ein Drittel der Arbeitslosenquote innerhalb der EU stellen wird. In absoluten Zahlen ausgedrückt werden aus Spanien 1,4 Millionen neue Arbeitslose gemeldet. Das bedeutet ein Minus von 7,2 Prozent, womit praktisch jeder zweite Arbeitsplatz, der in den letzten 12 Monaten EU-weit verlorengegangen ist, auf Spanien entfällt.

Die Studie konzentriert sich speziell auf sieben EU-Länder: Deutschland, Frankreich, Groß­­britannien, Italien, Spanien, Portugal und Polen. Zusammengenommen ist in diesen Ländern im zweiten Jahresviertel 2009 die Arbeitslosenquote um 3 Millionen gewachsen; das ist fast doppelt soviel wie im gleichen Vorjahreszeitraum.Tatsächlich hat es noch nie zuvor in dieser Staatengruppe einen derart massiven Arbeitsplatzverlust gegeben. Die Zahl der Beschäftigten ist auf 157,3 Millionen gefalllen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Arbeitssuchenden. Die Produktivität ist durchschnittlich um 2,4 Prozent gefallen: das schlechteste Ergebnis seit 12 Jahren.

Immerhin erwarten die Experten bis zum Jahresende eine geringfügige Erholung des Arbeitsmarkts in Spanien und Portugal. Außerdem punktet Spanien zumindest in Sachen gesetzlicher Mindestlohn. Der liegt mit 728 Euro deutlich über dem EU-Durchschnitt von 678 Euro.




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