20% der Spanier leben unter der Armutsgrenze


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Senioren sind besonders betroffen

Spanien durchlebt derzeit bereits das 13. Jahr ungebremsten Wirtschaftswachstums und das nationale Pro-Kopf-Einkommen erreicht inzwischen fast den Europadurchschnitt. Und dennoch: 19,8% der spanischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze bzw. in einer Situation der so genannten „relativen Armut“.

Madrid – Das wurde Ende November vom Nationalen Statistikamt (Ine) bekannt gegeben, nach dessen Angaben die Armutsgrenze in Spanien bei 6.347 Euro pro Person und Jahr liegt.

Am schlimmsten betroffen sind dabei die über 65-Jährigen, von denen die Hälfte als „arm“ gilt.

Als „arm“ wird angesehen, wem weniger als 60% des Einkommens zur Verfügung stehen, das für ihn als angemessen angesehen wird. Das beträgt 530 Euro netto und liegt damit knapp unterhalb des Durchschnittseinkommens von 540 Euro.

Nach den Senioren sind Alleinerziehende die zweitgefährdete Bevölkerungsgruppe in Spanien (36,9%). Am besten geht es hingegen den Familien, die sich aus zwei Erwachsenen unter 65 Jahre und ohne Kinder zusammensetzen, von dieser Bevölkerungsgruppe sind nur 10,6% von Armut betroffen.




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