1,8 Milliarden Euro finden keinen Besitzer


Sie liegen auf den blockierten Konten bei vier spanischen Banken

1,8 Milliarden Euro befinden sich auf blockierten Konten bei vier großen spanischen Banken – BSCH, BBVA, Bancaja und Banco de Madrid – und niemand will ihr Besitzer sein.

Madrid – Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Bislang hat noch niemand die Freigabe der Konten verlangt, die auf Anordnung des Richters Garzón, der Korruptionsfälle untersucht, blockiert worden sind.

Das Geld, das aus Luxemburg transferiert wurde, ist für eine Gesellschaft namens Aquarius aus Irland angelegt worden. Deren einziger bekannter Geschäftsführer ist Leandro Kremen Slipakov, ein kleiner Angestellter der Versicherungsgesellschaft Cahispa. Der hat behauptet, das Geld stamme von Cahispa, doch die Gesellschaft bestreitet das. Die Experten, die den Fall untersuchen sind der Meinung, Kremen sei der Strohmann von Arturo Guilló, des Präsidenten der Versicherungsgesellschaft.

Die Untersuchungen haben weiterhin ergeben, dass die irische „Aquarius“ die wichtigste treuhänderische Struktur darstellt, die von Kremen Slipakov verwaltet wird. Aus den Dokumenten scheint sich zu ergeben, dass diese Gesellschaft eine Einlage bei der Banco Espirito Santo in Höhe von 500 Millionen Euro getätigt hat.

Diese Bank hat nach der Angabe der Finanzbehörden keine Mitteilung über die Konteneröffnung oder Einlage der Gesellschaft Aquarius gemacht, wie es das Gesetz vorschreibt. Die irische Gesellschaft hat nicht einmal eine Steuernummer obwohl sie im Jahr 2005 Konten bei neun verschiedenen Banken unterhielt, über die Beträge von insgesamt 1,145 Milliarden Euro geflossen sind.




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