17 Verdächtige im Korruptionsfall Gürtel


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Die Sozialistische Partei Valencias verklagt den Präsidenten Camps

In einer Klage, welche die sozialistische Partei Valencias PSPV vor dem Obersten Gerichtshof eingereicht hat, werden 17 Personen, unter ihnen hohe Beamte der Regionalregierung sowie diverse Unternehmer, der illegalen Finanzierung der Partido Popular beschuldigt.

Valencia – Fünf Unternehmern, die Verträge in Millionenhöhe von der Regierung erhalten haben sollen, wird vorgeworfen, zahlreiche Veranstaltungen der Partido Popular von Valencia finanziert zu haben.

Den besagten 17 Personen, zu denen auch der Regierungspräsident Francisco Camps gehört, wird unter anderem Veruntreuung öffentlicher Gelder, Amtsmiss­brauch, Steuerhinterziehung und Fälschung von Buchhaltungsunterlagen vorgeworfen.

Der Sprecher der sozialistischen Gruppe im Regionalparlament Valencias, Angel Luna, versicherte im Rahmen einer Pressekonferenz, dass die Untersuchungen eindeutige Beweise für die engen Beziehungen der Direktion der PP und Verantwortlichen der Regierung Valencias zu dem gigantischen Korruptionsring mit internationalem Charakter erbracht haben, der unter dem Namen Gürtel von der Jus­tiz verfolgt wird.

In der Klageschrift werden mehrere Bauunternehmen namentlich genannt, die im Laufe mehrerer Jahre Aufträge im Wert von 1,3 Millionen Euro erhalten haben. Als Gegenleistung finanzierten sie verschiedene öffentliche Akte und Veranstaltungen der Partei. Die Unternehmensgruppe Sedesa, deren Präsident ein Vetter des Vizepräsidenten der valencianischen Regierung ist, soll mit einer Gesamtsumme von 539.000 € die meisten Aufträge erhalten haben.

Der Generalsekretär der PP von Valencia hat den Inhalt der Klage als falsch und als Verleumdung bezeichnet, und den Rücktritt von Luna und des Generalsekretärs der Sozialisten, Jorge Alarte, verlangt. Er wirft ihnen die „Kriminalisierung“ der konservativen Partei vor.




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