15-M hat Bankia und deren Ex-Präsidenten angezeigt


Wegen falscher Angaben beim Börsengang

Die Protestbewegung Los Indignados 15-M – die Empörten – die im vergangenen Jahr Protestaktionen mit Hunderttausenden Teilnehmern durchführte, die wochenlang auf den zentralen Plätzen zahlreicher spanischer Großstädte kampiert hatten, ist erneut in Aktion getreten.

Madrid – Kürzlich hat sie vor dem Nationalgericht eine Klage gegen das Finanzinstitut Bankia, seinen Verwaltungsrat und seinen Ex-Präsidenten Rodrigo Rato präsentiert. Sie wirft der Bank vor, beim Börsengang die Konten „geschönt“ und damit die Anleger arglistig getäuscht zu haben. Das berichtete Juan Moreno Yagüe, der Anwalt, der die Klage ausgearbeitet hat. Er ist Mitglied des Verbandes Democracia Real Ya – (echte Demokratie jetzt) und hielt eine Pressekonferenz auf offener Straße ab. Yagüe unterstrich, dass er die Interessen von einem Dutzend kleiner Aktionäre von Bankia vertritt, die von der Bank betrogen wurden. Sie hatte ihnen Aktien verkauft, jedoch die wirkliche finanzielle Situation verheimlicht. Bekanntlich musste die Bank inzwischen aufgrund ihrer hoffnungslosen Lage vom Staat „gerettet“, sprich verstaatlicht werden. Präsident Rato trat inzwischen von seinem Posten zurück.

15-M konnte in weniger als 24 Stunden mehr als 20.000 Euro sammeln, die von vielen Leuten in kleinen Beträgen gespendet wurden. Damit sollen die Kosten für ein mögliches Gerichtsverfahren bezahlt werden.




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