149 Umweltzonen bis 2023

Der CO2-Ausstoß soll verringert werden. Foto: Pixabay

Der CO2-Ausstoß soll verringert werden. Foto: Pixabay

Stadtzentren sollen EU-zugelassene Schadstoffhöchstwerte einhalten

Madrid – Der Umweltschutz ist eine Priorität in allen EU-Ländern geworden. In Stadtzentren mit sehr hohen Schadstoffwerten sollen nun überall Umweltzonen eingerichtet werden. Umweltzonen („low emission zones“) sind Gebiete, in denen nur Fahrzeuge fahren dürfen, die bestimmte Abgasstandards einhalten. Die Fahrzeuge müssen mit Plaketten auf der Windschutzscheibe gekennzeichnet sein. Ziel dieser Zonen ist, die Schadstoffemissionen, die durch den Straßenverkehr verursacht werden, zu reduzieren. Nach Ansicht der Ministerin für ökologischen Wandel, Teresa Ribera, „sind die Umweltzonen ein wichtiges Instrument für den Wandel hin zu einem nachhaltigeren Mobilitätsmodell. Das wird Spanien helfen, seine Verpflichtungen zur Eindämmung des Klimawandels und die für den Verkehrssektor geltenden europäischen Vorschriften zum CO2-Ausstoß einzuhalten“.


Das Ministerium hat einen Leitfaden veröffentlicht, der für 149 Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern gilt, die Umweltzonen noch vor 2023 einrichten müssen. Es werden ebenfalls die Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern mit eingeschlossen, welche die schlechtesten Schadstoffwerte Spaniens haben. In dem besagten Dokument werden die ­Kriterien für Luftqualität, Energieeffizienz, Lärm und Klimawandel festgelegt, welche die Umweltzonen erfüllen müssen. Die Gemeinden müssen einen Zeitplan aufstellen, um so schnell wie möglich die von der Europäischen Union zugelassenen Schadstoffhöchstwerte einzuhalten, die bislang von den großen spanischen Städten systematisch missachtet werden.

Umweltzonen sind anpassungsfähig

Aktuell haben nur Madrid und Barcelona Umweltzonen eingerichtet. In dem Leitfaden werden verschiedene Arten von Umweltzonen genannt. Bei der Kern-Umweltzone handelt es sich um ein Modell, bei dem ein Stadtkern mit höheren Beschränkungen, aber auch in mehreren Bereichen mit niedrigeren Beschränkungen kombiniert wird, damit auf diese Weise Übergangszonen geschaffen werden. Das ist das Modell, das beispielsweise im Stadtzentrum von Madrid eingeführt wurde. Es gibt auch die globale Umweltzone, die das gesamte bzw. fast das gesamte Stadtgebiet abdeckt, wie es in Barcelona der Fall ist.

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