12% der Spanier leiden an Diabetes


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Doch nur 6,5% wissen von ihrer Erkrankung

12% der spanischen Bevölkerung sind zuckerkrank, aber nur 6,5% wissen es. Dies ist die Einschätzung des spanischen Gesundheitsamtes, und es wird damit gerechnet, dass in den kommenden 20 Jahren bis zu 37 Millionen Menschen in Europa Diabetiker sind – ein Zuwachs von 32%.

Madrid – Die spanische Gesundheitsministerin, Elena Salgado, wies im Rahmen der ersten Tagung für Strategien gegen Diabetes, die zur Verbesserung der Diagnose- und Früherkennung der Krankheit beitragen soll, darauf hin, dass 2005 weltweit 1,1 Millionen Menschen an den Folgen von Diabetes mellitus starben, und dass diese Opferzahl sich – wenn keine Maßnahmen ergriffen werden – in den nächsten 10 Jahren um 50% erhöhen könnte.

Schlechte Ernährungsgewohnheiten, der Hang zur Bequemlichkeit und fehlende Bewegung haben in Spanien in den letzten Jahren zu einer Zunahme der Fettleibigkeit unter der Bevölkerung und auch der Diabeteshäufigkeit geführt. Von 4,1% Diabetes-Fällen in 1992 wurde ein Sprung auf 5,95% in 2003 registriert.

Diabetes ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die bei falscher oder unzureichender Behandlung unter anderem zu Erblindung, Nierenschäden oder sogar zu einem Zusammenbruch des Nervensystems führen kann.

Auch die kanarische Gesundheitsbehörde ist jetzt bestrebt, die zahlreichen Diabetes-Fälle auf den Inseln zu registrieren, um die Hauptursachen für die Erkrankung durch Aufklärungskampagnen und Ernährungstipps zu bekämpfen, denn Diabetes ist nur eine unter vielen Krankheiten, deren Opfer immer häufiger übergewichtige Menschen sind.




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