Rückblick: Ausgabe vom 20. Januar 1989


Die wichtigste Nachricht vor 30 Jahren

Einen schönen und vor allem sicheren Badestrand für die Einwohner und die Besucher von Puerto de la Cruz zu schaffen, war in den Achtzigerjahren eines der wichtigsten Anliegen der Stadtväter. Und so war die Begeisterung groß, als der bekannte Künstler und Landschaftsarchitekt César Manrique, der auch schon die berühmte Schwimmbadanlage Costa Martiánez gestaltet hatte, den Auftrag für die Gestaltung des Strandes akzeptierte. Das etwa einen Kilometer lange Strandstück bei Punta Brava, heute als Playa Jardín bekannt und beliebt, sollte unter den Händen des Künstlers von Lanzarote das Paradestück der Touristenstadt Puerto de la Cruz werden und endlich, was die Bademöglichkeiten betrifft, mit den Urlaubsorten im Süden der Insel konkurrieren können. Manrique, der bei einem Verkehrsunfall auf seiner Heimatinsel ums Leben kam, hat hier auf Teneriffa zwei bedeutende Denkmäler hinterlassen.

In unserer Ausgabe vom 20. Januar 1989 berichteten wir darüber, wie César Manrique sein Projekt in Anwesenheit des damaligen Bürgermeisters Felix Real vorstellte, das er Strand-Garten von Puerto de la Cruz nannte. Dabei sollte die natürliche Umgebung des Strandes genutzt und bestehende Elemente wie Grünzonen, Bananenplantagen und Baumbestand mit einbezogen werden.

Die Nachricht:  César Manrique stellt sein Projekt „Strand-Garten von Punta Brava“ vor

César Manrique erklärte unter anderem, dass er die Idee für einen solchen Strand-Garten bereits seit Langem mit sich herumträgt. Er betonte bei dieser Gelegenheit erneut die Notwendigkeit, der Natur tiefe Achtung zu zollen. „Wir müssen sie hegen und pflegen und ihre Schönheit betonen. Der Mensch gestaltet barbarische Dinge auf diesem Planeten ohne auf die große Weisheit der Natur zu achten. Deshalb möchte ich etwas schaffen, was mit der Natur harmoniert, eine schöne Umgebung, in welcher der Mensch sich wohlfühlen kann. Dieser Strand ist sehr wichtig für Puerto, weil hier ein neues Angebot zur Freizeitgestaltung geschaffen wird. Der Name Strand-Garten ist entstanden, weil ich die Vegetation der Umgebung in die Gestaltung des Strandes einbeziehen möchte, was ein großes Novum sein wird. Es soll ein kleines Paradies der Kanaren werden. Ich möchte Puerto de la Cruz seine Identität zurückgeben, denn das, was heute hier gebaut wird, ist einfach vulgär“. Dem Projekt ist zu entnehmen, dass es sich um einen terrassenförmig angelegten Strand handeln wird, an dem Bäume natürlichen Schatten spenden. Die Baukosten werden sich auf 600 Millionen Peseten (ca. 35 Millionen Euro) belaufen.

 




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