„Serenidad en el caos“ – eine Ausstellung zum Nachdenken im Rathaus von Telde

Die Künstlerin Alicia Lasala lädt mit ihrer Ausstellung „Serenidad en el caos“ (Gelassenheit im Chaos) in Telde zum Nachdenken ein.

Die Ausstellung ist bis zum 27. Januar im Rathaus zu sehen.

Telde, 8. Januar 2026. – Der Ausstellungssaal des Rathauses von Telde beherbergt bis zum 27. Januar die Ausstellung „Serenidad en el caos“ (Gelassenheit im Chaos) der Künstlerin Alicia Lasala. Die Ausstellung wird vom Zentrum für Bildende Künste des Kulturministeriums der Inselregierung von Gran Canaria in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Telde und dem kommunalen Unternehmen Gestel organisiert.

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, dem 9. Januar, um 19:00 Uhr statt. Ab heute kann die Ausstellung montags bis freitags von 9:00 bis 14:00 Uhr besucht werden.

„Serenidad en el caos“ ist Teil des Programms „Itineraria“, das regelmäßig Werke verschiedener bildender Künstler in verschiedenen Kulturzentren und -einrichtungen auf der Insel Gran Canaria ausstellt und so die zeitgenössische Kunst den Bürgern näherbringt. Das Werk von Alicia Lasala reflektiert den alarmierenden Anstieg von psychischen Problemen, die durch Stress und Angst in modernen Gesellschaften verursacht werden. Ihr kreativer Prozess wertet das Zufällige und Unerwartete auf und spiegelt wider, wie Stress oft ohne Vorwarnung auftritt. Die Formen, die in ihrer Arbeit entstehen, versuchen, Spannung und Befreiung visuell darzustellen, indem sie den malerischen Prozess als Mittel zur emotionalen Erforschung nutzen und die Dualität zwischen Chaos und Ruhe in der zeitgenössischen psychischen Gesundheit zeigen.

Wie die Künstlerin selbst erklärt, basiert ihr Projekt „auf der Ästhetik, auf Aristoteles‘ Philosophie der Katharsis und emotionalen Reinigung durch Kunst sowie auf Alan Watts‘ Ideen über die Akzeptanz und das Verständnis des Geistes“. Diese Konzepte stehen im Dialog mit dem emotionalen Ausdruck von Künstlern wie Edvard Munch, dessen Werke existenzielle Angst einfangen, und mit Referenzen wie Klimt und Degas, die die Komplexität menschlicher Emotionen erforschen.

Kunst, verstanden als poetische und reflektierende Sprache, wird für Lasala zum Werkzeug, mit dem sie die Prozesse der menschlichen Existenz aus verschiedenen Perspektiven analysieren kann. Für die Künstlerin leiten zarte Farben, Texturen, Formen und Volumen den Rundgang durch die Ausstellung. Die gesamte Bilderserie beginnt mit expressionistischen Formen, die sich zu einer bewussten Abstraktion als Prozess der inneren Entdeckung entwickeln und schließlich in Skulpturen übergehen.

Die Ausstellung gliedert sich in eine Reihe von Gemälden, die sich zu skulpturalen Werken entwickeln und eine Reise widerspiegeln, die von emotionaler Turbulenz zu Gelassenheit führt. „Je weiter der Betrachter voranschreitet, desto abstrakter und bewusster werden die Formen und laden zum Nachdenken und zur inneren Entdeckung ein“, erklärt die Künstlerin, die diese Serie als „symbolisches Ergebnis einer Dekonstruktion und Neuformulierung kultureller Codes, selbstreflexiver Prozesse und einer inneren und äußeren Suche“ definiert.

Alicia Lasala wurde an der Escuela Luján Pérez ausgebildet und hat ihre Ausbildung durch verschiedene Workshops bei kanarischen, argentinischen, chilenischen und kubanischen Künstlern erweitert, wobei sie sich auf Disziplinen wie Keramik, Siebdruck, Gravur, Anatomie und Skulptur in Materialien wie Steingut, Draht und Zement spezialisiert hat. Ihr Stil liegt zwischen figurativem und abstraktem Expressionismus, wobei sie die tiefsten Emotionen in die menschliche Figur einfließen lässt. Sie widmet sich ausschließlich der künstlerischen Schöpfung und erforscht ständig neue Techniken und Materialien. Sie hat an Gruppen- und Einzelausstellungen in Einrichtungen wie der Escuela Luján Pérez, dem Círculo Mercantil, dem Museo Municipal de Arucas, dem Mundo Arti Museum, Casa África und der Anwaltskammer von Las Palmas teilgenommen. [Ayto. Telde]