Spitzenkandidaten on tour


Pedro Sánchez (PSOE) mit Regionalpräsident Ángel Víctor Torres. Fotos: EFE

Sánchez, Iglesias, Casado und Errejón auf Stimmenfang

Kanarische Inseln – Innerhalb von nur drei Tagen, zwischen dem 26. und dem 28. Oktober, statteten fast alle Spitzenkandidaten der größten Parteien den Kanarischen Inseln einen Blitzbesuch ab. Aufgrund der um die Hälfte verkürzten Wahlkampagne vom 1. bis zum 8. November zogen die Politiker ihre Stippvisiten auf die Kanaren vor. Immerhin bestimmen die wahlberechtigten Einwohner der Kanaren über 15 Sitze im Abgeordnetenhaus.


Der amtierende Präsident und Spitzenkandidat der PSOE-Partei, Pedro Sánchez, eröffnete die Reihe der Politiker auf Kanarenbesuch. Am 26. Oktober nahm er vormittags an einer Wahlveranstaltung in der Universität La Laguna, nachmittags an einem Meeting im Auditorio Alfredo Kraus in Las Palmas teil. Am 27. Oktober kam Unidas Podemos-Chef Pablo Iglesias nach Gran Canaria. In der kanarischen Ostprovinz steht der zweite Sitz seiner Partei auf dem Spiel. Am 28. Oktober wiederum besuchten mit Pablo Casado (PP) und Íñigo Errejón, Leiter der neuen Más País-Partei, gleich zwei Spitzenkandidaten den Archipel.
Aufgrund der Politik- und Wahlverdrossenheit der Bürger, die innerhalb von vier Jahren viermal zu den Urnen gerufen wurden, haben die Strategen die Wahlveranstaltungen weitaus bescheidener gestaltet als üblich, fernab von Meetings mit Tausenden Anhängern und großen öffentlichen Auftritten.
Die durch das Procès-Urteil ausgelösten Unruhen in Katalonien, die Veröffentlichung der Daten, die eine baldige Rezession befürchten lassen und die unklaren Wahlprognosen wirkten sich auch auf die Besucherzahlen der wenigen Veranstaltungen aus.
Wie üblich wurde am Vorabend zum Start der offiziellen Wahlkampagne, also am Abend des 31. Oktober, diese von den regionalen Parteileitern eröffnet, jedoch ohne große medienwirksame Auftritte. Es war bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass die Wahlplakate in den Straßen aufgehängt wurden.

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