Plan gegen die Arbeitslosigkeit junger Erwachsener


Arbeitsministerin Magdalena Valerio will die erschreckend hohe Arbeitslosenquote von 33,5% unter jungen Erwachsenen mit konkreten Maßnahmen senken. Foto: EFE

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört die Einstellung von 3.000 „Orientierungshelfern“

Madrid – Anfang Dezember segnete das Kabinett den Plan gegen die Arbeitslosigkeit junger Erwachsener, der kurz zuvor vom Arbeitsministerium, den größten Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden vereinbart wurde, ab. Unter den 50 Maßnahmen, welche die enorm hohe Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen zu senken sucht, sticht die Einstellung von 3.000 Orientierungshelfern hervor, die bis März nächsten Jahres von den autonomen Regionen eingestellt sein sollen.

Die extrem hohen Arbeitslosenzahlen unter jungen Erwachsenen – die Quote liegt bei 33,5%, insgesamt 569.000 junge Spanier sind arbeitslos, davon 87.000 bereits in Langzeit – haben die Politiker endlich dazu bewegt, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Die sozialistische Arbeitsministerin Magdalena Valerio arbeitet seit Monaten mit den Gewerkschaften, den autonomen Regionen und dem Bildungsministerium an einem Plan, dem sich in letzter Minute auch die Arbeitgeberverbände angeschlossen haben.

Zu den wichtigsten der fünfzig Maßnahmen gehört die Einstellung von 3.000 Orientierungshelfern. Noch vor Weihnachten sollen die Einzelheiten mit den Regionen besprochen werden, die die Kompetenz über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen innehaben. Läuft alles nach Plan, sollen die Orientierungshelfer im ersten Quartal ihre Arbeit aufnehmen. Nach 18 Monaten will man Bilanz ziehen. Sollte die Erfahrung positiv sein, will man das Programm unbegrenzt verlängern.

Die Kosten wurden mit 123 Millionen Euro veranschlagt, das sind 6% des mit zwei Milliarden Euro ausgestatteten „Planes für die Beschäftigung junger Menschen 2019-2021“, der darauf abzielt, für diese Gruppe die Arbeitslosenquote um 10% zu senken. Die Beschäftigung in diesem Bevölkerungssegment soll auf 73,5% steigen.

Daneben verfolgt der Plan die Förderung der Festanstellungen sowie spezielle Ausbildungsprogramme zur Erlangung digitaler Kenntnisse bzw. für bestimmte strategische Wirtschaftszweige erforderliche Schlüsselkompetenzen.

Nächstes Projekt der Ministerin ist die Ausarbeitung eines Maßnahmenpaketes für Arbeitslose über 45, die seit mehr als einem Jahr beschäftigungslos sind.

 

 





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