König beim Weltwirtschaftsforum


König Felipe sprach auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Krise in Katalonien an und versicherte, die Region werde zur Legalität zurückkehren. Foto: EFE

Zum ersten Mal nahm ein spanischer Staatschef an dem Treffen in Davos teil

Davos – „Die Lehre die wir aus der Katalonienkrise gezogen haben, ist der Respekt vor dem Gesetz, denn das ist der Grundstein der Demokratie“. Das ist die Nachricht, die König Felipe vor dem Auditorium des Weltwirtschaftsforums WEF im Kongresszentrum von Davos verkündete. Eine Rede, in der er von den Fortschritten der spanischen Wirtschaft und in der spanischen Gesellschaft berichtete.

Bei seinem ersten Auftritt vor der Elite der internationalen Wirtschaft sprach der Monarch auch das Thema an, das die Wirtschaftsvertreter in Davos besonders beunruhigt, die Krise in Katalonien. „Dort haben wir den Versuch erlebt, die grundlegenden Regeln der Demokratie zu untergraben“, räumte er vor dem Forum ein.

Zuvor hatte der Internationale Währungsfonds FMI seine Vorschau für das wirtschaftliche Wachstum dieses Jahres wegen der politischen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Krise in Katalonien nach unten revidiert.

„Was wir aus dieser Krise lernen können, und nicht nur in Spanien, sondern für die Demokratie im Allgemeinen, ist der Respekt vor dem Gesetz. Er ist eine der Säulen der Demokratie, ebenso wie der Respekt vor dem politischen Pluralismus und der Einheit der Nation“. Politische Diskrepanz müsse nach seiner Meinung in Übereinstimmung mit den demokratischen Regeln und den Werten ausgeräumt werden, die im Grundgesetz und in der Gesetzgebung festgelegt sind. „Die Konstitution ist kein Dekorationsobjekt sondern der Ausdruck des Willens unseres Volkes und eine tragende Säule für unser demokratisches Zusammenleben“, hatte der König in seiner Rede unterstrichen, die er, im Gegensatz zu anderen Staatmännern, in englischer Sprache hielt.

Bei seinem Besuch in Davos wurde Felipe von zahlreichen spanischen Wirtschaftsführern begleitet, die regelmäßig am WEF teilnehmen. Im Rahmen dieser Veranstaltung hatte er auch Gelegenheit, mit anderen Staatsführern wie den französischen Regierungschef Emmanuel Macron oder den Präsidenten von Brasilien Michel Temer sowie mit König Abdalá von Jordanien zu sprechen.

Auch Treffen mit Jack Ma, dem Präsidenten der gigantischen chinesischen e-Kommerz-Gruppe Alibaba, mit Brad Smith von Microsoft sowie anderen internationalen Wirtschaftsführern gehörten zu seinem Programm. Ihnen allen versicherte er die Rückkehr Kataloniens zur Legalität.

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