TV-Hellseherin Pepita Villalonga wegen Betrugs verhaftet


Dunkle Stunde der Hellseherin

Die Nationalpolizei hat die Hellseherin Pepita Villalonga, die durch das katalanische Fernsehen Berühmtheit erlangte, sowie vier ihrer Mitarbeiter aus ihrem Esoterik-Laden verhaftet. Es wird ihnen zur Last gelegt, eine 77-jährige Frau um rund 300.000 Euro betrogen zu haben. Die alte Dame hatte Pepita in ihren Fernsehsendungen gesehen und sie wegen persönlicher Probleme und Angstzustände aufgesucht. Wie sie der Polizei berichtete, hätten die Seherin und vier ihrer Helfer sie im Laufe von zwei Monaten verschiedenen Ritualen unterzogen und bis zu 60.000 Euro für eine kurze Beratung kassiert. Die Beschuldigten hätten die psychologische Kontrolle, die sie über die alte Frau besaßen, benutzt, um ihre Angst vor Krankheiten noch weiter zu schüren. Während der knapp zwei Monate, in denen sie den Esoterik-Laden besuchte, hatte sie 299.800 Euro an Honoraren bezahlt – praktisch ihr gesamtes Vermögen. Einige „Behandlungen“ kosteten 30.000 Euro, eine andere sogar 60.000 Euro. Als sie schließlich feststellte, dass es ihr nicht besser ging, schaltete sie die Polizei ein.

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