Senatorin kritisiert den Etat für Öffnung von Massengräbern der Bürgerkriegsopfer


PP-Senatorin Esther Muñoz. Foto: efe

Geschmacklose Äußerung

Der Verband für die geschichtliche Erinnerung ARMH hat eine Klage gegen die PP-Senatorin Esther Muñoz beim Volksverteidiger eingereicht. Sie hatte sich despektierlich über den Etat von 15 Millionen Euro geäußert, den die Regierung in ihrem Haushaltsplan für die Öffnung von Massengräbern vorgesehen hat, in denen ungezählte Tote des Bürgerkriegs verscharrt wurden. Die Regierung wolle viel Geld ausgeben, um ein paar Knochen auszubuddeln, hatte die Senatorin moniert. Der Verband, dem Hunderte von Familien angehören, deren Angehörige vom Franco-Regime erschossen wurden, und noch immer in Gruben und Straßengräben verscharrt sind, erinnert daran, dass jeder Mensch das Recht hat, ein Familienmitglied in Würde zu bestatten und bezeichnete die Worte von Muñoz als Grausamkeit. Die wollte ihre Worte wegen der allgemeinen Empörung beschönigen und behauptete, sie haben die Exhumierung Francos gemeint. Doch dafür hatte die Regierung keine Mittel vorgesehen. Die Podemos-Partei verlangt den Rücktritt der Senatorin.




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