Präsident des spanischen Fußballverbandes im Fokus der Justiz


Der Präsident des spanischen Fußballverbands, Ángel María Villar, ist wegen Veruntreuung, Amtsmissbrauchs und Aneignung öffentlicher Mittel angeklagt. Foto: EFE

Ewiger Fußballboss

Seit 29 Jahren leitet Ángel María Villar die Geschicke des spanischen Fußballverbandes. Immer wieder hat es Versuche gegeben, ihn aus dem Sattel zu heben, aber Korruptionsverdacht konnte er immer wieder abschmettern. Jetzt ist er jedoch in den Blickpunkt der Justiz geraten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Veruntreuung von 1,2 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem sogenannten Fall Haiti vor. Dieser Betrag wurde vom Staatsrat für Sport seinem Verband zur Verfügung gestellt, um die Kandidatur für die Weltmeisterschaften 2018 zu unterstützen, die ja schließlich an Russland fielen. Villar konnte lediglich für 100.000 Euro Belege über die Verwendung des Geldes beibringen. Jetzt werden der Verband und sein Präsident wegen Veruntreuung, Amtsmissbrauchs und Aneignung öffentlicher Mittel angeklagt. Die Anzeige hat übrigens Miguel Galán, sein Konkurrent bei den nächsten Präsidentschaftswahlen, erstattet.




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