PP-Präsident Pablo Casado bedient sich der Ideologien rechter europäischer Politiker


PP-Präsident Pablo Casado (r.) bei der Aufnahme eines Selfies mit einem Passanten am 28. August in Tarragona. Foto: efe

Rechter Populismus

Als Pablo Casado vor einigen Monaten zum neuen Präsidenten der Partido Popular und Nachfolger von Mariano Rajoy gewählt wurde, herrschte die Meinung vor, er würde wohl eine liberalere Richtung einschlagen, zumal er ja einer jungen Politikergeneration angehört. Doch das war ganz offensichtlich ein Irrtum. Casado bläst in das gleiche Horn wie beispielsweise die rechtsorientierten Regierungschefs in Italien oder Österreich. Den kürzlichen Messerüberfall auf eine Polizeistation in Cornellá bei Barcelona durch einen Mann mit Migrationshintergrund, der allerdings schon seit längerer Zeit in dieser Stadt ansässig ist, nutzte er, um eine strenge Kontrolle der Migration von Präsident Sánchez zu fordern. Dem warf er auch vor, die Steuern für Banken und große Firmen erhöhen zu wollen. „Die Linke erhöht stets die Steuern, um die Einnahmen dann zu verschleudern“, wiederholte er den altbekannten Spruch. „Vor Wahlen werden große Infrastrukturprojekte versprochen, um Wählerstimmen zu gewinnen. Dann sind die Kassen leer, und die Zukunft ist mit Hypotheken belastet, bis dann die PP kommt und die Sache wieder regelt“.




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