PP-Chef Casado setzt „ungeliebte“ Vorstandsmitglieder auf hintere Parlamentsplätze


Spaniens ehemalige Vizepräsidentin im Kabinett Rajoy, Soraya Sáenz de Santamaría, zieht sich aus der Politik zurück. Ihre Entscheidung teilte sie am 10. September Parteichef Pablo Casado mit. Sie wolle nun einen neuen Lebensabschnitt beginnen, erklärte sie. Ihre Entscheidung habe sie nach sorgfältiger Überlegung getroffen, und sie sei davon überzeugt, dass es das Beste für die neue Parteiführung, ihre Familie und sie selbst sei. Foto: efe

Strafversetzung

Ihre Abwesenheit bei der ersten Zusammenkunft der parlamentarischen Fraktion der Partido Popular, zu der Parteichef Pablo Casado eingeladen hatte, um die neue Linie als Opposition festzulegen, ließ bereits Schlüsse auf die politische Zukunft der Ex-Vizepräsidentin und enge Vertraute von Mariano Rajoy, Soraya Saénz de Santamaría, zu. Sie war bekanntlich die schärfste Konkurrentin bei der Präsidentschaftswahl. Tatsächlich hatte ihr der neue Chef einen „diskreten“ Platz in der hinteren Reihe der Bänke der Fraktion zugewiesen, weitab von ihm, seinen Vertrauten und den Kameras der Medien. Neben ihr sollte José Ramón García, der auch für den Parteivorsitz kandidiert hatte, sitzen. Auch mehrere ihrer ehemaligen Kabinettskollegen, die mit ihr die Regierungsbank teilten, wie die Ex-Minister Cristióbal Montoro, Fátima Báñez, Àlvaro Nadal und Ìñigo Méndez de Vigo, wurden nach Reihe drei versetzt. Einige Tage später hat Soraya Saénz de Santamaría nach einem Gespräch mit dem PP-Chef ihren Rückzug aus der Politik erklärt und will nur noch als „einfache“ Abgeordnete im Parlament sitzen.

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