Mehrere Politiker sind wegen der Führung unberechtigter Titel aufgeflogen


Skandalös: Cristina Cifuentes soll einen Mastertitel an der Universität Rey Juan Carlos mit gefälschten Noten erhalten haben. Foto: efe

„Titelitis“

Ein Phänomen, das vor einigen Jahren in Deutschland mehrere Minister/-innen und Parlamentarier den Posten kostete, hat nun auch Spanien erreicht – im Volksmund als „Titelitis“ bezeichnet. Auf nationaler und regionaler Ebene haben sich Politiker mit Titeln geschmückt, die sie in Wirklichkeit nicht erworben haben. Seit Wochen wird die Präsidentin der Regionalregierung von Madrid und Vorstandsmitglied der PP, Cristina Cifuentes, von den Medien „gejagt“, weil sie einen Master ihr Eigen nennt, für den sie jedoch keine Prüfung abgelegt hat. Das Gleiche gilt für ihren Parteifreund Pablo Casado, der hat zwar an internationalen Universitäten studiert, doch dort keinerlei Titel erworben. Und auch die Kanaren dürfen in dem illustren Kreis nicht fehlen. Der hiesige Präsident der Partido Popular, Asier Antona, führt einen Titel, der ihm nicht zusteht. Übrigens hat keiner von ihnen eingeräumt, dass er mit Absicht gehandelt hat. Übertragungsfehler oder Irrtümer der Universitäten sollen jeweils die Ursache gewesen sein.




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