José María Aznar legte die Ehrenpräsidentschaft der PP nieder


Endgültiger Bruch

Nach zahlreichen Querelen im vergangenen Jahr hat Ex-Präsident José María Aznar mit der PP gebrochen und die Ehrenpräsidentschaft der Partido Popular niedergelegt. Mit einem Schreiben und einem kurzem Telefongespräch hatte er seinem Nachfolger Mariano Rajoy, den er seinerzeit selbst auf den Schild gehoben hatte, seine Entscheidung mitgeteilt. Gleichzeitig kündigte er an, er werde auch nicht an dem nationalen Kongress teilnehmen, der im Februar stattfinden wird. Seine Entscheidung hatte in Parteikreisen eine gewisse Erleichterung ausgelöst. Aznar übte immer wieder harsche Kritik an der Politik seiner Partei und hat sie als komplexbeladen, zu wenig selbstbewusst und viel zu lax gegenüber den Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens bezeichnet. Das Verhältnis zwischen Aznar und Rajoy war niemals harmonisch, hatte sich jedoch in den letzten Wochen enorm verschlechtert. Die Stiftung Aznars FAES, seit mehr als 25 Jahren der ideologische Apparat der PP, hatte sich bereits von der Partei distanziert und ihr die Subventionen entzogen. In seinem Schreiben an Rajoy hatte Aznar seinen Schritt damit begründet, er wollte seine Unabhängigkeit bewahren. In der Partei herrscht jedoch die Meinung vor, dass er sich Freiraum für weitere Kritik schaffen will.




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