Gericht pfändete dem Ex-Direktor der Guardia Civil das Honorar für seine Memoiren


Luis Roldán wurde sein Buchhonorar gepfändet. Foto: EFE

Unbezahlte Erinnerungen

Luis Roldán Ibáñez, der ehemalige Direktor der Guardia Civil, sorgte in den Achtzigerjahren für den größten Korruptionsskandal der jüngeren Geschichte. Er war über Monate weltweit auf der Flucht und wurde schließlich für zahlreiche Vergehen zu 31 Jahren Haft verurteilt. Nach 15 Jahren ist er nun wieder auf freiem Fuß und vermarktet sein abenteuerliches Leben. Noch immer schuldet er dem spanischen Staat satte 19 Millionen Euro, die niemals aufgetaucht sind. Schon während seiner Haftzeit war er interessantes Objekt für Talkshows, Presse- und Fernsehberichte, die hoch dotiert waren. Doch fast immer ist es ihm gelungen, saftige Honorare zu kassieren, bevor die Justiz Wind davon bekam. Jetzt hat der Rechnungshof jedoch zugeschlagen und einen Betrag von 40.000 Euro, Teilzahlung für das beim Planeta-Verlag erschienene Buch „La Canción de Roldán“ – das Lied von Roldán – konfisziert.

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