Führer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung bitten Anhänger um Spenden für Strafzahlungen


Artur Mas (re.) bei der Kundgebung am 11. September, dem Regionalfeiertag Kataloniens Foto: EFE

Kleine Zuwendung

Artur Mas und andere Führer der Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien sehen sich einer Zahlung in Höhe von 5,1 Millionen Euro gegenüber. Das sind die Kosten der Volksbefragung vom 9. November 2014, die ebenfalls illegal war und auf Kosten der Regionalregierung stattgefunden hatte. Jetzt sind die ehemaligen Initiatoren verurteilt wurden, diese Kosten zu erstatten. In einem Fernsehinterview hat Ex-Präsident Artur Mas nun erklärt, er alleine könne diese Zahlung nicht leisten. Er rechne mit der Hilfe der mehr als zwei Millionen Wähler, die sich bei den Regionalwahlen 2015 für die Unabhängigkeit ausgesprochen hatten. Diese Aufforderung hat zu großem Spott in den sozialen Medien geführt. Man vergleicht den Spruch von Mas mit einem des Flamenco-Stars Lola Flores, der zu einem geflügelten Wort geworden ist. Der inzwischen verstorbene Show-Star hatte vier Jahre lang keine Steuererklärung abgegeben und angesichts der enormen Nachzahlung den Spruch geprägt: „Si una peseta me diera cada español“ – Wenn mir jeder Spanier eine Pesete geben würde…




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