Finanzminister räumt ein, dass große Firmengruppen „null“ Steuern zahlten


Finanzminister Cristóbal Montoro Foto: EFE

Offene Worte

Der spanische Finanzminister Cristóbal Montoro hat kürzlich vor dem Kongress die Erhöhung der Gesellschaftssteuer für größere Unternehmen verteidigt. Erstmalig hat er auch zur Freude der Opposition eingeräumt, dass es Firmengruppen gab, die keinerlei Steuern zahlten. „Der effektive Satz der großen Gruppen lag, als wir 2012 an die Regierung kamen, nicht bei sieben oder acht, sondern bei drei Prozent, was im Klartext bedeutet, dass sie praktisch null Steuern gezahlt haben. „Es ist nicht zu verstehen, dass ein jeder von uns Einkommensteuer zahlt oder ein Kleinunternehmer 18 Prozent Unternehmenssteuer zu zahlen hat“. Der Chef des Finanzministeriums ist sich der Tatsache bewusst, dass sich die Unternehmer beklagen werden. Doch diese Politik trage dazu bei, wirtschaftliches Wachstum zu fördern. „Wir reden hier davon, dass die großen Unternehmensgruppen mehr zahlen müssten, das verlangt der soziale Zusammenhalt“, unterstrich er.

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