Die Frau des katalanischen Ex-Präsidenten Puigdemont ist pleite


Marcela Topor mit ihrem Ehemann Carles Puigdemont. Foto: efe

Kollateralschaden

Sie heißt Marcela, stammt aus Rumänien, und ihr Ehemann, der Ex-Präsident der katalanischen Regierung Carles Puigdemont, hatte ihr eine Zeitschrift und einen Fernsehkanal „zukommen“ lassen. Damit wurde sie zum Star der Unabhängigkeitsbewegung. Jetzt musste das Unternehmen, „Hermes Comunicacions“, das als Aushängeschild diente, die Mitarbeiter entlassen, da die Subventionen der Regionalregierung aufgrund des Paragrafen 155 nicht mehr fließen. Nach 750 Tagen funkelnden Lebens hängt die Existenz des Paares nun am seidenen Faden. Nicht nur wegen seiner abenteuerlichen Flucht nach Belgien und der zahlreichen Delikte, die ihm zur Last gelegt werden, sondern weil ihre gesamten Einkünfte wie Gehälter, Diäten, Reisekosten und Spesen ausgeblieben sind und ihr berufliches Image am Boden zerstört ist. Immerhin waren ihr zwischen 2008 und 2014 rund 12,5 Millionen Euro öffentliche Gelder zugeflossen – allein 2016 waren es 2,53 Millionen Euro an Subventionen und offiziellen Werbeaufträgen wie im Öffentlichen Anzeiger Kataloniens.

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