Der Präsident des CIS lag mit seinen Wahlprognosen enorm daneben


„Tezanos CIS hat sich lächerlich gemacht“ titelte „El Independiente“ über die falsche Wahlprognose von José Félix Tezanos Institut. Foto: efe

Er sei kein Hellseher, und das Zentrum für Sozialforschungen – Centro de Investigaciones Sociológicas, kurz CIS – sei kein Rätselhaus, erklärte José Felix Tezanos entrüstet, als er nach seinem enormen Tritt ins Fettnäpfchen gefragt wurde, ob er an einen Rücktritt denke. Bekanntlich hatte sein Institut der PSOE zwischen 133 und 150 Sitze vorausgesagt und VOX einen Rückgang zwischen 14 und 21 Sitzen. Es trat jedoch das Gegenteil ein. Die PSOE ging auf 120 Abgeordnete zurück, und die VOX-Partei konnte die Zahl ihrer Sitze von 24 auf 52 mehr als verdoppeln. Tezanos, ein ehemaliger hoher PSOE-Funktionär beharrte darauf, das Barometer sei absolut korrekt berechnet worden und beruhe auf Daten zwischen 30 bis 40 Tage vor den Wahlen, als die Lage absolut stabil war. Doch dann seien Situationen eingetreten, wie die Bekanntgabe der Urteile gegen die katalanischen Unabhängigkeitsverfechter und die Exhumierung Francos. Das habe viele Menschen verunsichert, die ihre Wahlentscheidung geändert hätten oder der Wahl ferngeblieben seien.

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