Carles Puigdemont findet in Belgien keine Unterstützer mehr


Carles Puigdemont. Foto: EFE

Abgehängt

Nach seinen spektakulären Erfolgen bei den belgischen und den deutschen Gerichten in seinem Kampf gegen die spanische Justiz hat Carles Puigdemont, der geflüchtete ehemalige katalanische Präsident, weitgehend an öffentlichem Interesse verloren. Nach abschlägigen Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschen­rechte in Straßburg und des Obersten Gerichtshofes in Luxemburg, hat er weitgehend seine Aura der Unschlagbarkeit verloren. Internationale Medien interessieren sich nicht mehr für seinen Fall und erscheinen nicht mehr zu seinen Veranstaltungen. Vier katalanische Abgeordnete hatten einen Sitz im Europaparlament gewonnen, doch sitzt dort jetzt lediglich Diana Ribó von der ERC. Puigdemont, Toni Comin und Oriol Junqueras wurden nicht zugelassen, weil sie ihre Akkreditierung in Spanien nicht abholen konnten, denn die beiden Erstgenannten befinden sich auf der Flucht und Junqueras weiterhin in Untersuchungshaft. Hinzu kommt, dass die rechte flämische Partei N-VA, die ihn unterstützt hatte, nicht mehr der Regierung angehört. So wird Puigdemont in seinem Wohnort mit dem bezeichnenden Namen Waterloo nur noch von seinen engsten Freunden zu einer Paella besucht.

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