Um einen Ausweg aus der verfahrenen Situation zu beschleunigen, in der sich die Politik zurzeit befindet, hat König Felipe die Gespräche, die er mit allen 15 im Parlament vertretenen politischen Gruppen zu führen hatte, auf eine einzige Woche konzentriert. Von Montag, dem 18. bis Freitag dem 23. Januar hatte er für jeden Tag die Vertreter von drei Parteien eingeladen.
Rastalocken und ein Baby bei der Vereidigung
Die Art und Weise, wie einige der neuen Abgeordneten der linkspopulistischen Podemos in das Parlament eingezogen sind und dort ihren Eid ablegten, haben zu heftigen Diskussionen bei den alteingesessenen Parlamentariern, in den Medien und in der spanischen Gesellschaft geführt.
Regierungsbildung weiter schwierig
Am 13. Januar eröffnete der neue Parlamentspräsident Patxi López vor dem Plenum des Abgeordnetenhauses eine „ungewisse“ Legislaturperiode. Tatsächlich erweist sich bereits die Regierungsbildung als schwierig. Die Verhandlungen zwischen PP und PSOE über eine große Koalition sind bislang gescheitert.
Kein Dank an Artur Mas
Am 12. Januar erschienen in den Öffentlichen Gesetzblättern Spaniens (BOE) und Kataloniens (DOGC) die Königlichen Dekrete, welche das Ausscheiden von Artur Mas aus dem Amt des katalanischen Regionalpräsidenten und seine Nachfolge durch Carles Puigdemont amtlich machten. In den von König Felipe VI. und Präsident Mariano Rajoy unterzeichneten Dekreten wurde auf die sonst übliche Formel „ihm seine geleisteten Dienste dankend“ verzichtet.
Staatsanwalt fordert hohe Haftstrafe für Ex-Wirtschaftsminister Rodrigo Rato
Rodrigo Rato ist tief gefallen. Er war Wirtschaftsminister und Vizepräsident Spaniens unter José María Aznar, nach Horst Köhler und vor Dominique Strauss-Kahn Präsident des Internationalen Währungsfonds sowie Präsident der Caja Madrid und der aus deren Zusammenschluss mit sechs weiteren Geldinstituten hervorgegangenen Bankia, die 2012, zwei Jahre nach ihrer Gründung, im Zuge der Bankenrettung verstaatlicht wurde.
Prozessauftakt gegen Infantin Cristina
Es ist noch nicht lange her, dass behauptet wurde, ein Mitglied der Königsfamilie müsse sich niemals auf die Anklagebank setzen und noch weniger eine Tochter oder Schwester des spanischen Königs. Einige wollten aus sicherer Quelle wissen, dass es ein Abkommen zwischen Richtern und Staatsanwälten gibt, die sich der politischen Macht und den Institutionen beugen müssten.
Millionenbetrug in Staatsunternehmen
In Madrid bahnt sich ein weiterer Korruptionsskandal an, dessen Ausmaße bisher noch nicht abzusehen sind. Am 18. Januar wurde auf Anordnung des Richters Eloy Velasco in dem staatlichen Unternehmen Acuamed, welches dem Landwirtschaftsministerium untersteht, eine regelrechte Razzia durchgeführt. Sie führte zur Verhaftung von dreizehn Personen und der Durchsuchung von Privatwohnungen der Beteiligten und verschiedenen Niederlassungen des Unternehmens in Madrid, Murcia und Valencia.
Ex-Bürgermeisterin von Marbella muss Haftstrafe antreten
Knapp zehn Jahre nach der Aufdeckung des größten kommunalen Korruptionsskandals Spaniens, dem Fall Malaya, müssen nun 27 in diesem Zusammenhang verurteilte Personen die über sie verhängten Haftstrafen antreten. Darunter ist die ehemalige Bürgermeisterin von Marbella, Marisol Yagüe, die 2003 durch einen Misstrauensantrag gegen ihren Vorgänger Julián Muñoz ins Amt gekommen war und deren Urteil auf fünfeinhalb Jahre Haft lautet, sowie ihre damalige Stellvertreterin, Isabel García Marcos, die zu drei Jahren verurteilt ist.
Durchschnittsdauer befristeter Arbeit fällt unter zwei Monate
Die Industrie stellt das Herzstück des Arbeitsmarktes dar. Die Arbeitsplätze in diesem Sektor sind stabiler und der Ge- bzw. Missbrauch von befristeten Arbeitsstellen fällt deutlich geringer aus als in anderen Wirtschaftszweigen. Dazu weist die Branche mit 7% den geringsten Anteil an Subunternehmern auf und liegt um fünf Prozentpunkte unter dem Durchschnitt. Darüber hinaus werden in den Industriebranchen die höchsten Gehälter gezahlt, im Mittel 1.897 Euro monatlich.
Fußball-Star Cristiano Ronaldo steigt in das Hotelgeschäft ein
Cristiano Ronaldo wird in den Hotelsektor einsteigen. Dionisio Pestana, Präsident der gleichnamigen Unternehmensgruppe, und Ronaldo haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam CR7-Hotels zu eröffnen. Ronaldo wird sich mit seinem Image einbringen, während Pestana für das eigentliche Geschäft verantwortlich sein wird.









