Das politische Ratespiel, welches durch das Ergebnis der Wahlen vom 20. Dezember letzten Jahres entstanden ist, nimmt langsam Formen an, zumindest was die Präferenzen der Wählerschaft betrifft.
Neues Gerichtsverfahren gegen Rodrigo Rato
Gegen Rodrigo Rato, den ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds und Ex-Wirtschaftsminister Spaniens unter Präsident Aznar, laufen zahlreiche Gerichtsverfahren, unter anderem wegen Unregelmäßigkeiten beim Börsengang der Bankia-Bank und wegen der schwarzen Kreditkarten bei Caja Madrid und Bankia.
Bankia: Aktienkäufe annulliert
Der Oberste Gerichtshof hat ein klares Zeichen für den Schutz von Aktionären gesetzt, indem er zwei Urteile der Landgerichte von Oviedo und Valencia bestätigte.
PP wegen Zerstörung von Festplatten vor Gericht
Die Madrider Richterin Rosa Freire hat die spanische Regierungspartei PP (Partido Popular) als Beschuldigte im Fall der zerstörten Festplatten des ehemaligen Schatzmeisters der Partei, Luis Bárcenas, vorgeladen. Es ist das erste Mal, dass sich eine politische Partei in einem Gerichtsprozess verantworten muss. In demselben Verfahren wird auch Carmen Navarro, die Nachfolgerin von Bárcenas, als Beschuldigte vernommen.
König der Schwarzen Liste
Die Privatperson mit den größten Steuerschulden in Spanien ist, laut der kürzlich veröffentlichten „Schwarzen Liste“ des Finanzamtes, ein Unternehmer, der aufgrund des Verkaufs seiner Firmen im Jahr 1989 in den Fokus der Steuerprüfer geraten war. Seine Gesamtschuld gegenüber dem Fiskus beträgt nach der Liste der Steuerbehörde Agencia Tributaria (AEAT) 26,8 Millionen Euro.
Prinzessin Cristina weiter auf der Anklagebank
Der Infantin Cristina ist es nicht gelungen, die Anklagebank zu verlassen, auf der sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Iñaki Urdangarin und 16 weiteren Beschuldigten im Korruptionsfall Nóos im Gericht von Palma de Mallorca sitzt.
Erneutes Erdbeben im Alborán-Meer
Dem starken Erdbeben vom 25. Januar, das mit einer Stärke von 6,3 auf der Richterskala Melilla, das Küstengebiet von Andalusien und die nordmarokkanische Küste erschütterte, folgten diverse Nachbeben. Am 31. Januar wurde erneut ein Erdbeben mit einer Stärke von 4,4 auf der Richterskala im nördlichen Teil des Alborán-Meeres und in einer Tiefe von zehn Kilometern verzeichnet, das besonders in Granada gespürt wurde. Dieses Mal wurde glücklicherweise niemand verletzt, und es wurden nur geringe Sachschäden gemeldet.
Marihuana-Kulturen ohne Strom
Die Elektrizitätsgesellschaft Endesa hat an einem einzigen Tag dreißig illegale elektrische Anschlüsse entfernt, die Marihuana-Anpflanzungen im Norden von Granada mit Strom versorgten. Heftige Proteste der Bürger, die in dieser Zone leben und immer wieder Stromausfälle hinnehmen mussten, die durch die „Plantagen“ verursacht wurden, haben zu der Aktion geführt. „Wir kalkulieren, dass es in diesem Gebiet etwa tausend Anpflanzungen von Marihuana mit den entsprechenden Stromanschlüssen gibt“, versicherte der Direktor von Endesa in Andalusien.
Oberstes Gericht verurteilt den Kapitän der „Prestige“
Über 13 Jahre nach der größten Umweltkatastrophe Europas, der Ende 2002 durch den Tanker „Prestige“ in Nordspanien und Westfrankreich verursachten Ölpest, ist der endgültige Schuldspruch ergangen.
Parteichef auf dem Arbeitsamt
Andrés Herzog wurde in weniger als einem Monat zum Anwärter auf den Präsidentenposten zum Antragsteller auf dem Arbeitsamt.









