Seit September 2015 hat Spanien nicht mehr als 18 Flüchtlinge aufgenommen. Noch im März hatte die Regierung angekündigt, endlich aktiv bei der Aufnahme von Flüchtlingen mitzuwirken und noch im selben Monat 467 Personen ins Land zu bringen, doch daraus wurde bislang nichts. Verschiedene europäische Institutionen kritisieren die Passivität und „den fehlenden Willen“ der Regierung Rajoy bei der Bewältigung der Migrationskrise.
Wahlrecht ab 16 Jahre beantragt
Der spanische Kongress hat einen Gesetzesantrag der nationalistischen katalanischen Partei Esquerra Republicana ERC akzeptiert, das Wahlrecht auf Personen ab 16 Jahre zu erweitern, das bislang ab 18 Jahre gilt. PSOE, Podemos, Democrácia i Libertat DL sowie weitere politische Gruppen haben den Antrag unterstützt.
Wiederholungstäter
Am Morgen des 11. April klickten die Handschellen, und Mario Conde, ehemaliger Präsident der Bankgesellschaft Banesto, wurde erneut verhaftet. Knapp 30 Jahre sind vergangen, seitdem er die Leitung der Traditionsbank übernahm, die er später in den Ruin führte, 16 Jahre seit seiner Verurteilung wegen Betrugs und Unterschlagung.
Robin Hood oder Erpresser?
Der Untersuchungsrichter des Nationalen Gerichtshofes, Santiago Pedraz, ermittelt gegen die Beamtengewerkschaft Manos Limpias (Saubere Hände) und die Vereinigung für Verbraucherschutz im Bankwesen Ausbanc wegen Erpressung. Die beiden Organisationen werden beschuldigt, Klagen gegen Personen, Unternehmen und Institutionen eingereicht zu haben, um diese dann für Geld wieder zurückzuziehen.
„Fruchtbarkeitstourismus“ nimmt zu
Spanien verzeichnet in den vergangenen Jahren einen Rekord nach dem anderen im Bereich des Tourismus. Nun wurde bekannt, dass das Land sich auch in einer bislang weniger bekannten Sparte des Urlaubsgeschäfts den ersten Platz europaweit sichern konnte. Es ist die Rede vom „Fruchtbarkeitstourismus“. Immer mehr ungewollt kinderlose Paare aus dem Ausland nutzen das breite Angebot von Kliniken, die künstliche Befruchtungen durchführen und verbinden den Aufenthalt mit einem Sonne-Strand-Urlaub.
Kein Public Viewing während der Fußball-EM
Die Fraktion der Partido Popular in der Stadtverwaltung von Barcelona hat beantragt, dass an zentralen Plätzen der katalanischen Hauptstadt Großleinwände aufgestellt werden. Die Bürger sollen die Möglichkeit haben, die Spiele der Fußball-Europameisterschaft zu verfolgen. 2010, so argumentiert der Sprecher, sahen mehr als 75.000 Personen auf der Avenida María Cristina die wichtigsten Begegnungen.
Sozialwohnungen veruntreut
Der Rechnungshof von Madrid hat den Verkauf von 1.800 Sozialwohnungen an einen Hedgefonds unter die Lupe genommen und zahlreiche Unregelmäßigkeiten festgestellt.
Krawatten für den König
Obwohl die Monarchie bereits vor vierzig Jahren in Spanien wieder eingeführt wurde, ist es das erste Mal, dass die Bürger erfahren, welche Geschenke die Mitglieder der königlichen Familie erhalten haben. Zu den Dingen, welche im vergangenen Jahr zum Geschenk gemacht wurden und die im Zarzuela-Palast aufgehoben werden, gehören Ehrenplaketten, Porzellanvasen, Füllfederhalter, Bücher, Skulpturen, Orden, Gedenkmünzen, Krawatten, Manschettenknöpfe, CDs, Sportbekleidung und vieles mehr.
Rausgeflogen
Die Partido Popular hat Javier Barrero entlassen. Er war der Chef-Informatiker in der Zentrale der Partei, in der Calle Génova in Madrid, als die Festplatten in den Rechnern des Ex-Schatzmeisters der Partei, Luis Bárcenas, unbrauchbar gemacht und zerstört wurden.
Kopfloses Huhn
Politikveteranin Esperanza Aguirre, Ex-Präsidentin der Regionalregierung von Madrid und Ex-Bürgermeisterin der spanischen Hauptstadt, setzt sich in ihrem neuen Buch wieder kritisch mit dem Präsidenten auseinander.








