„Wolfsmilchgebiet bei Güímar


Foto: Pixabay

Mit großem Interesse habe ich den Bericht über das Trockengebiet bei Güímar gelesen.

Bei unseren häufigen Aufenthalten auf den Inseln konnte ich schon zahlreiche solcher Landstriche erleben. Schöne Euphorbienansiedlungen sind auch in der Küstenzone von La Gomera zu sehen, häufig in Gemeinschaft mit Kanarenmargeriten, Affodillgewächsen oder Opuntien. Für den Verfasser wäre es ein großartiges Erlebnis, die Wolfsmilchansiedlungen auf den Lavaströmen im El Golfo von El Hierro zu sehen. Als häufige Begleitpflanzen des Sukkulentenbusches sind hier Plocama, Kleinien oder Launaea anzutreffen. Also typische Vertreter der Wüstenflora. Von der Natur eingestreut, findet man zwischen Vulkantuff riesige Bestände von großrosettigen Aeonium hierrense. Ein weiterer Höhepunkt sind die baumartigen Tabaibenbestände im äußersten Südwesten von El Hierro, dem ehemaligen Ende der Alten Welt. Ein Denkmal mit der Weltkugel erinnert dort an den Nullmeridian. Vulkankegel prägen hier das Landschaftsbild. Fährt man die Piste von La Dehesa zum Leuchtturm Faro de Orchilla, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Zwischen Lavaströmen  und Schlackenhalden bestimmen uralte Euphorbien von atemberaubender, schon beklemmender Schönheit das Landschaftsbild.

Auch in Mitteleuropa sind Euphorbien als Wildform sowie auch als Gartenform weit verbreitet. Mich haben diese Pflanzen schon immer fasziniert. Man kann je nach Lebensbereich fantastische Akzente setzen. Die Artenvielfalt reicht von Standorten im Schatten, unter Bäumen oder auf heißen, trockenen Flächen. Besonders die Sorte Euphorbia characias wulffenii mit ihren riesigen Blütenköpfen ist für den sonnigen Garten ein großartiger Höhepunkt.

Auf die Giftigkeit sei auch hier nochmals hingewiesen.

Heinz Gröschl

Ostfildern

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