Wochenblatt Nr. 321, Seite 23: Plastik (Kunstfaser) im Speisefisch


Foto: Pixabay

Vor einiger Zeit sah ich eine Fernsehsendung über genau das Problem, auf das dankenswerterweise auch das Wochenblatt aufmerksam macht. Damals war ich bereits entsetzt, als ich erfuhr wie viele synthetische Fasern bei jedem Waschgang aus synthetischer Kleidung gespült wird, und  wie viele Fasern trotz Kläranlagen im Abwasser, sprich in Flüssen und im Meer landen.

Natürlich sind Kläranlagen viel besser als gar keine. Aber sie sind überfordert und filtern nicht alle Kunstfasern und Mikroplastik aus dem zu klärenden Wasser.

Es gibt viel, was wir dagegen tun können. Zum Beispiel Baumwollkleidung kaufen statt billige Kleidung aus Synthetik. Aus der Fernsehsendung ist mir in Erinnerung geblieben, dass es eigens dafür entwickelte Säcke gibt, die diese Kunststofffasern beim Waschvorgang zurückhalten. Danach sollte man die trockenen Rückstände nicht im Spülbecken entsorgen, sondern sie wie Plastikmüll behandeln. Wo der recyclebare Plastikmüll schließlich landet, würde ich auch gern mal wissen.

Abwasser-Behandlung/-Beseitigung. Noch so eine brennende Frage: An welchen Stellen auf den Kanarischen Inseln werden Abwässer – im doppelsinnigen Sinn des Wortes – ungeklärt nicht geklärt ins Meer geleitet? Darf ich auf La Gomera aufatmen, weil La Gomera nicht in der Liste genannt wird? Aber ich fürchte weitaus Schlimmeres: Genauso, wie in so mancher kanarischen Gemeinde große Mengen Trinkwasser aus lecken Leitungen im Boden versickern, gibt es auch wahrscheinlich marode Abwasserrohre, die ihren Inhalt vorzeitig in den Untergrund abgeben. Größere Lecks von Trinkwasserleitungen lassen sich noch wegen des Drucks in den Wasserleitungen und des dadurch verursachten Geräuschs aufspüren. Abwässer verschwinden eher geräuschlos.

Bernd Hendel

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