Ankunft von „Christus der Versöhnung“ am 25. November


Karin Pisek und Maksymilian Biskupski

Er hat eine zweiwöchige Reise von Polen über das Meer geschafft und ist in einem großen Container in Puerto de la Cruz vor der Kirche Nuestra Señora de la Paz angekommen. Mit Herzklopfen wurde der „Christus de Versöhnung“ von Padre Andrés und mir empfangen. Kurz darauf traf auch Bildhauer Maksymilian Biskupski ein, der den Aufbau seines Werkes, das die Höhe von fünf Metern und das Gewicht von fünf Tonnen hat, in den nächsten Wochen überwachen wird.
Als Initiatorin bin ich blind in dieses Geschehen hineingeraten. Zufälligerweise lernte ich Pastor Waldemar Radacz auf Teneriffa kennen. Eine tiefe Freundschaft entstand, und nach kurzer Zeit lud er mich zusammen mit meinem Mann nach Polen ein, wo wir interessante Persönlichkeiten kennenlernten. Nach einem Klavierkonzert wurden wir mit Maksymilian Biskupski bekannt gemacht. Ein fesselndes Gespräch endete mit einer Einladung in sein Atelier. Wir fuhren mit Pastor Radacz zu Maksymilian, und was uns da erwartete überstieg unsere Vorstellungen.
Vor seinen unfassbaren Objekten knieten der Papst, Putin und Lech Walesa nieder. In seinem Atelier stand ich wie gebannt, und Maksymilian sagte lachend: „Ich schenke ihn Dir“, was ich für einen Scherz hielt.
Nach liebevollem Abschied flogen wir zurück. Am nächsten Morgen griff ich nach dem Telefon und sagte ihm, dass mich der Gedanke an „Christus“ nicht loslässt. Maksymilian betonte noch einmal: „Er gehört Dir!“ „Bedeutet das, dass „Christus“ nach Teneriffa kommen darf?“ Ich hörte nur: „Selbstverständlich“.
Für mich hieß es nun, einen ehrenvollen Platz für „Christus“ zu finden. María, meine spanische Nachbarin, empfahl mir, mit Padre Andrés Kontakt aufzunehmen. Nach wochenlangen Gesprächen und Verhandlungen konnte „Christus“ die Reise antreten. Es wird noch einige Tage dauern, bis „Christus“ seinen endgültigen Platz findet und die Menschen aller Nationen und Religionen zu Versöhnung und Frieden mahnt.

Karin Pisek

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