20 Jahre Männerchor del Norte


Das Konzert fand in der Kirche Nuestra Señora de la Peña de Francia statt.

Ein volles Haus beim Jubiläumskonzert

Teneriffa – Wohl selten hat Padre Luis, der Pfarrer der Gemeinde Puerto de la Cruz, seine Kirche so voll gesehen, wie am vergangenen Freitag. Dorthin hatte der Männerchor del Norte, kurz MCN, zu seinem Jubiläumskonzert eingeladen, denn er feiert heuer sein zwanzigjähriges Bestehen. Die genaue Besucherzahl war bei Redaktionsschluss noch nicht zu erfahren, doch eng besetzte Kirchenbänke und hinzugestellte Stuhlreihen lassen auf einen Besucherrekord schließen. Eine zusätzliche „Zugnummer“ war mit Sicherheit eine Abordnung des Seemanns Chors aus Hamburg, der in diesem Jahr Hundertjähriges feiert. Der hatte noch Mitglieder des Hamburger Polizeichors und des Chors „Windrose“, ebenfalls aus der Hansestadt, mit nach Puerto de la Cruz gebracht, um gemeinsam mit dem Männerchor aus Puerto de la Cruz das Jubiläum zu begehen.

Der erste Teil des Konzerts, den Chorleiterin Romina mit ihren „Männern“ sorgfältig vorbereitet hatte, wurde vom MCN bestritten. Das Publikum ging bei den beliebten Liedern aus dem Repertoir des Chors begeistert mit, und das Händeklatschen klang von dem ehrwürdigen Gemäuer der Kirche wider. Und wie immer begann auch dieses Konzert mit dem Rentnerlied, der witzigen Eigenkomposition „Wo die Atlantikwellen donnern an den Strand“, sozusagen die Vereinshymne des MCN.

Nach Grußworten des Vorsitzenden des Hamburger Chors, der auch eine Grußbotschaft der Stadtregierung Hamburgs verlas, erklang zum ersten Mal wieder die Orgel der Pfarrkirche, die seit Jahren unbespielbar war und dank einer Initiative des Seemanns Chors repariert wurde. Wie das Wochenblatt berichtet hat, stammt die 200 Jahre alte Orgel von einem Hamburger Orgelbauer.

Im zweiten Teil des Konzerts standen die Sänger aus Hamburg in typischer Matrosenkleidung auf der Bühne bzw. vor dem Altar der Kirche. Bei ihren temperamentvollen Seemannsliedern, begleitet von zwei Schifferklavieren wie „Hallo hier Hamburg“, „Capitano“ oder „Im Abendrot“, ging das Publikum begeistert mit, und verlangte immer wieder Zugaben.

Ein gemeinsamer Auftritt beider Chöre mit mehreren klassischen Stücken wie „Das Morgenrot“ und „Dona Nobis pacem“, bei dem auch das Publikum einstimmte, bildete das Ende  dieses denkwürdigen Abends, bei dem die Besucher die Sänger gar nicht mehr gehen lassen wollten und stehend Applaus spendeten.

Die Sänger aus Hamburg erfreuten dann noch bei zwei weiteren Auftritten ihre Zuhörer in Puerto. Einmal auf der Plaza del Charco und ein zweites Mal in der Anglikanischen Kirche im Taoro Park.




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