Sehr zum Unwillen der kanarischen und Teneriffas Inselregierung hat Europa dem umstrittenen Hafenprojekt von Granadilla immer noch nicht seinen Segen erteilt. Im Gegenteil, nachdem es in den letzten Monaten danach aussah, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der Bau des Industrie- und Handelshafens auch aus Brüssel sein „Ja“ erhält, scheint dies jetzt wieder in weite Ferne gerückt.
Umwelt
Europas Volksverteidiger Diamandouros untersucht im Fall „Granadilla-Hafen“
Der EU-Volksverteidiger Nikiforos Diamandouros hat aufgrund der zahlreichen Beschwerden, die ihn im Hinblick auf Teneriffas umstrittenes Hafenprojekt in Granadilla erreicht haben, eine Amtsermittlung über die diesbezügliche Vorgehensweise der Europäischen Kommission eingeleitet.
Stopp für Palmentransport auch zwischen den Inseln
Das Landwirtschaftsressort der kanarischen Regierung hat ein Verbot gegen den Transport von Palmen zwischen den Inseln erlassen. Nachdem im Januar der Import von Palmen per Ministerialerlass verboten wurde, greift die Regionalregierung nun noch härter durch und untersagt den Verkehr von palmenartigen Gewächsen auch zwischen den Inseln.
Granadilla-Hafengegner „belagern“ Plaza de La Candelaria
Auch wenn all ihr Einsatz und ihre Mühen vergebens scheinen, die Gegner des umstrittenen Hafenprojekts von Granadilla, das einen der wenigen guterhaltenen Küstenstreifen Teneriffas zu zerstören droht, geben nicht auf.
Diesel-Steuer soll erhöht werden
Die sozialistische Regierung scheint die zahlreichen Kritiken, die auf EU-Ebene gegen Spanien in Sachen Umweltschutz ausgesprochen werden, Ernst zu nehmen und wird endlich aktiv. Jüngster Beweis hierfür ist eine Reform, die die Ministerien für Finanzen, Industrie und Umwelt derzeit vorbereiten, und durch die unter anderem die Steuer für Diesel-Treibstoff angehoben werden soll.
Apropos Mülltrennung …
Die internationale Umweltschutzorganisation Greenpeace hat aufs Schärfste den immensen Anstieg des Müllaufkommens in Spanien kritisiert. Nach Angaben der Organisation warf jeder Spanier im Jahr 2003 durchschnittlich 501,875 Kilo Müll weg, 29% mehr als 1996.
Madrids Zentrum ab 2008 für „alte“ Autos gesperrt
Ab 2008 wird den umweltschädlichsten Autos – es sind fast alle Autos betroffen, die über 15 Jahre alt sind – die Zufahrt zur Stadtmitte von Madrid verboten. Mit dieser bislang in Spanien einmaligen Maßnahme will die Stadt die Luftverschmutzungswerte, die inzwischen besorgniserregende Ausmaße angenommen haben, in den Griff bekommen.
Keine Chance für die Umwelt?
Schlechte Nachrichten für die zahlreichen Gegner des umstrittenen Projekts zum Bau eines riesigen Industrie- und Handelshafens in Granadilla im Süden Teneriffas. Wie jetzt bekannt wurde, haben die zuständigen EU-Behörden, die vor wenigen Wochen noch weiteres Informationsmaterial zur Überprüfung möglicher Alternativen zu dem Hafenprojekt angefordert hatten, deren Untersuchung unerwartet gestoppt.
Schluss mit der Müllverbrennung auf La Palma
Die endgültige Schließung der letzten Müllverbrennungsanlage von La Palma, der „Horno Mendo“ im Landschaftsschutzgebiet Cumbre Vieja, scheint beschlossene Sache zu sein, nachdem das Cabildo den Vertrag mit der Betreiberfirma gekündigt hat.
Greenpeace prangert Hafen von La Luz an
Die internationale Umweltschutzorganisation Greenpeace hat im Rahmen einer Pressekonferenz den Hafen von La Luz in Las Palmas de Gran Canaria als Anlaufstelle für illegale Fischkutter angeprangert.








