Der Bauspekulation und der touristischen Erschließung sind auf den Kanarischen Inseln in den letzten Jahrzehnten leider viele Landstriche zum Opfer gefallen. Dennoch ist es noch nicht zu spät, um die wertvolle, oft einzigartige Natur verschiedener Land- und Seegebiete unter Schutz zu stellen. Naturschätze, die den Archipel immer noch zu einem Paradies machen.
Umwelt
Nachhaltiger Tourismus auf der Kolumbusinsel
La Gomera hat nun als erstes kanarisches Urlaubsziel die „Europäische Charta für Nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten“ erhalten und sich damit dem Konzept von EUROPARC angeschlossen. Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo teilte dies voller Stolz mit und versicherte, dass von nun an hart an der Umsetzung des Programms gearbeitet werden wird, dem sich die Insel mit der Annahme der Charta bis 2012 verpflichtet hat.
Was nicht passt, wird passend gemacht
Die kanarische Regierung hält weiter an ihrem Vorhaben fest, auch noch das letzte Hindernis für den Bau des umstrittenen Industrie- und Handelshafens von Granadilla auf Teneriffa aus dem Weg zu räumen. Eine Seegraswiese in unmittelbarer Nähe zum zukünftigen Standort des geplanten Mammut-Hafens hat nämlich bislang verhindert, dass die Bauarbeiten beginnen konnten, obwohl der entsprechende Auftrag bereits im Februar 2007 vergeben wurde.
Bedrohung für geschützte Meerespflanzen
Zahlreiche teils geschützte Meerespflanzen würden durch den in Los Cancajos auf La Palma geplanten Sporthafen zerstört. Das hat eine umfangreiche und äußerst präzise Untersuchung der Umweltschutzorganisation Ecologistas en Acción ergeben.
Geburtsort Cofete
Dass sie am Strand von Cofete zur Welt kamen beziehungsweise ihre Lebensreise im Meer dort ihren Anfang nahm, sollen sich die Meeresschildkröten angeblich merken. Wissenschaftler haben festgestellt, dass diese Tiere zur Eiablage meist an ihren Geburtsort zurückkehren.
Fischzuchtanlagen – nein danke!
Der Gemeinderat von Granadilla de Abona hat einstimmig die Ablehnung des neuen regionalen Ordnungsplans der marinen Aquakulturen (Plan Regional de Ordenación de la Acuicultura – PROAC) des regionalen Umweltministeriums beschlossen und über den Fischereistadtrat Antonio Ca-brera mitteilen lassen, dass gegen den derzeit öffentlich ausgehängten neuen Plan Einspruch eingelegt werden wird.
Beschwerde in Brüssel
Der Protest gegen die geplante Schließung von Teneriffas Inselstraßenring geht weiter. Mitte Dezember will eine Abordnung der Projektgegner die Beschwerde in Brüssel vortragen.
Erster Schnee auf dem Teide
Ungewöhnlich früh fiel in diesem Jahr der erste Schnee auf dem Teide. Nach mehreren verregneten aber noch recht warmen Tagen, waren die gesunkenen Temperaturen am 29. Oktober die Vorboten des plötzlichen – wenn auch nur kurzen – Wintereinbruchs.
Tauziehen um Seegraswiese entbrannt
Die Auswirkungen, die der Bau des umstrittenen Industrie- und Handelshafens in Granadilla auf die dort angesiedelten Seegraswiesen haben könnte, war das erste Hindernis, mit dem sich die Hafenbefürworter konfrontiert sahen.
PP distanziert sich von Aznars Klimawandel-Theorie
Wie bereits angekündigt, stellte der spanische Ex-Regierungschef José Maria Aznar Ende Oktober das Buch des tschechischen Präsidenten Václav Klaus vor, das von der PP-eigenen Stiftung FAES verlegt wird und unter dem Titel „Blauer Planet in grünen Fesseln“ erscheint.








