Nach langjähriger Vorherrschaft der PP vollzog sich am 19. Juni auch der Wandel im Cabildo Gran Canarias, als Antonio Morales, langjähriger Bürgermeister von Agüimes und Spitzenkandidat der kanarisch-nationalistisch-linken Partei Nueva Canarias (NC), den Stab von Vorgänger José Miguel Bravo de Laguna entgegennahm. Morales wird im Bündnis mit der PSOE und der linkspopulistischen Newcomer-Partei Podemos regieren.
Politik
Wandel im Parlament
Am 23. Juni wurde die konstituierende Plenarsitzung des neuen kanarischen Parlaments abgehalten und mit Carolina Darias zum ersten Mal eine Frau zur Parlamentspräsidentin gewählt. Im neuen Abgeordnetenhaus der Kanaren sind nun auch neue Parteien vertreten.
Marsch für eine Reform des Wahlgesetzes
Am 19. Juni demonstrierten Hunderte Bürger und Politiker sowohl in Santa Cruz de Tenerife als auch in Las Palmas de Gran Canaria für eine Änderung des Kanarischen Wahlgesetzes und forderten vom neuen Regionalparlament die umgehende Einleitung der Gesetzesreform.
Soziales Engagement
„Die Türen dieser Inselregierung stehen ihren einzigen Eigentümern offen – den Einwohnern von La Gomera,“ erklärte Casimiro Curbelo bei seiner erneuten Amtseinführung als Inselpräsident am 19. Juni.
Bildungsgesetz wird boykottiert
Nach den Regional- und Kommunalwahlen vom 24. Mai hat sich die Machtverteilung zwischen den Parteien auf regionaler Ebene verändert. Neue politische Gruppierungen sind hinzugekommen, und die sozialistische PSOE regiert statt in zwei nunmehr in sieben Autonomen Regionen. Dadurch hat die Partido Popular (PP), die in der Zentralregierung das Zepter in der Hand hat, erheblich an Macht eingebüßt.
Zweiter Anlauf
Schon vor vier Jahren hatte sie den Amtseid geleistet, war jedoch nach nur wenigen Monaten durch einen Misstrauensantrag der PSOE gestürzt worden – nun hofft Belén Allende, die offiziell am 19. Juni erneut zur Inselpräsidentin gewählt wurde, auf eine Erfüllung ihrer Amtszeit.
Öffnung der Marivent-Gärten gefordert
Das aus drei Parteien bestehende Linksbündnis – PSOE-Podemos-MÈS –, das jetzt im Rathaus von Palma de Mallorca regiert und mit größter Wahrscheinlichkeit auch die Regionalregierung der Balearen stellen wird, hat sich mit einem Ansinnen an das Königshaus gewandt. Die Gärten des Marivent-Palastes, der Sommerresidenz der königlichen Familie, sollten zukünftig für die Bürger der Stadt zugänglich sein, wenn diese das Gebäude nicht benutzt bzw. nicht anwesend ist.
Wachsende Distanzierung in der PP
Die Wahlschlappe hat die Partido Popular (PP) in Unruhe versetzt. Zwischen Regierung und Partei hat sich eine Kluft aufgetan, die täglich wächst. Während die Basis und die Parteispitze angesichts der Generalwahlen im November eine tiefgreifende Erneuerung fordern, will die Regierung an der Besetzung der wichtigsten Posten festhalten.
Unterstützung für die Jungen
Der neue Inselrat La Palmas wurde am 22. Juni gebildet. Anselmo Pestana (PSOE), der mittels eines Misstrauensvotums gegen Guadalupe González Taño (CC) Ende 2013 den Vorsitz der Inselregierung übernommen hatte, leistete den Amtseid.
Alonso bleibt Inselpräsident
Am 19. Juni wurde die neue Inselregierung gebildet, und sowohl Cabildo-Präsident Carlos Alonso als auch die 29 Ratsmitglieder leisteten den Amtseid. Zu diesem Zeitpunkt war es jedoch noch zu keinem Regierungspakt gekommen.










