Andalusien macht Ernst im Kampf gegen die Zwangsräumungen. Ein Jahr lang hat die Regierungskoalition aus der sozialistischen PSOE und der Vereinigten Linken (IU) an einem Gesetz “über die soziale Funktion des Wohnraumes“ gearbeitet, das nun endlich verabschiedet wurde und in Kraft getreten ist. Es soll der stetig anwachsenden Welle von Wohnungsräumungen Einhalt gebieten, die in der autonomen Region mittlerweile im Durchschnitt 46 Familien täglich betrifft.
Politik
Kontroverse um Erdölsuche geht weiter
Die Regionalregierung bezieht klar Stellung gegen die Ölförderung in kanarischen Gewässern. Zusammen mit den Inselverwaltungen von Fuerteventura und Lanzarote ließ sie verlauten, das gesamte Projekt würde nur etwa 300 Arbeitsplätze schaffen, nicht mehr als ein einziges Hotel, dagegen jedoch den Tourismus, den wichtigsten Wirtschaftszweig der Kanarischen Inseln, in Gefahr bringen.
Der Erdölkonzern Repsol hält dagegen, seine Schätzungen von 3.000 bis 5.000 neu entstehenden, direkten oder indirekten Arbeitsplätzen seien nach der langen Erfahrung, die man in diesem Geschäft habe, durchaus realistisch.
Ende des Baustopps im Tourismus in Sicht?
Die Koalitionspartner der autonomen kanarischen Regierung sind sich einig, den 2001 verfügten Baustopp im Tourismus mit dem neuen Gesetz zur touristischen Modernisierung – Ley de Modernización Turística – zu beenden.
La Matanza schafft 120 Arbeitsplätze
Die Gemeinde La Matanza hat 8.800 Einwohner und 1.600 Arbeitslose. Schon seit dem Jahr 2009 investiert der Ort einen großen Anteil seines Haushalts in Arbeitsbeschaffung.
Isaac Valencia kündigt seinen Abschied an
Isaac Valencia, seit 30 Jahren mit aufeinanderfolgenden, absoluten Mehrheiten Bürgermeister von La Orotava, will seine politische Tätigkeit für die Gemeinde vorzeitig beenden. Mit dieser Nachricht überraschte Valencia am 9. April die Journalisten, die sich zur einberufenen Pressekonferenz im Rathaus eingefunden hatten.
La Graciosa eifert El Hierro nach
Die kleine Insel La Graciosa, nördlich von Lanzarote gelegen und nur durch einen gut einen Kilometer breiten Wasserstreifen von der Nachbarinsel getrennt, hat große Pläne. Sie will der Insel El Hierro nacheifern und ebenfalls ganz und gar energieautark werden.
Ehrung für die erste Bürgermeisterin
Die erste Bürgermeisterin der Kanarischen Inseln wird 80 Jahre nach ihrer Ernennung geehrt. Eine Straße ihres Heimatortes Tacoronte wird ihren Namen tragen.
Adeje zieht mit Timesharing-Verordnung strengere Saiten auf
Die Stadt Adeje hat eine neue Stadtverordnung erlassen, um gegen die Belästigung der Urlauber durch Timesharing-Werber vorzugehen.
De Guindos erwartet Negativwachstum von 0,6%
Wirtschaftsminister Luis de Guindos verbreitet Optimismus, was die wirtschaftliche Lage Spaniens angeht. In mehreren Redebeiträgen hat er sich im Plenum des Senats zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts und zu den Maßnahmen zur Eurorettung geäußert.
Gesetz gegen Zwangsräumungen
Kanarenpräsident Paulino Rivero hat erklärt, dass er bereit ist, „die gleichen oder ähnliche“ Maßnahmen zu ergreifen, wie die andalusische Regierung, um Zwangsräumungen zu verhindern.










