Aller Kritik der Opposition und der Umweltschützer zum Trotz hat die regierende Partido Popular das strenge Küstenschutzgesetz erheblich gelockert. Spanienweit gelten 125.000, unmittelbar an der Küste gelegene und jahrzehntelang u.a. aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes vom Abriss bedrohte Bauten nun als gerettet.
Auch auf den Kanaren war die Freude groß, schließlich bangten die Bewohner von insgesamt 70 Küstenorten viele Jahre lang um ihr Zuhause und ihre Zukunft. Nicht ohne Grund, denn die Abrissbirne hatte beispielsweise das Fischerdörfchen Cho Vito noch im Dezember dem Erdboden gleich gemacht (das Wochenblatt berichtete).
Politik
Nur Cajasiete verpflichtet sich zum Pakt mit den Gemeinden
Nur das Geldinstitut Cajasiete hat den Plan der 88 kanarischen Gemeindeverwaltungen akzeptiert, das Drama der Zwangsräumungen zu bremsen.
Schulterschluss zwischen Kanarenregierung und Bürgerinitiativen
Die Verabschiedung des neuen Hypothekengesetzes in Madrid hat die Betroffenen, die Bürgerinitiativen und auch die Regionalpolitiker bitter enttäuscht, weil darin allenfalls halbherzige Maßnahmen umgesetzt wurden, um die Situation der Betroffenen zu erleichtern.
70 Fischerorte können aufatmen
Für die Kanarischen Inseln ist die Lockerung des Küstenschutzgesetzes von großer Bedeutung, waren doch bis vor Kurzem diverse Siedlungen und Häuser in unmittelbarer Küstennähe vom Abriss bedroht.
Joaquín Almunia auf Teneriffa
Joaquín Almunia, Vizepräsident und Wettbewerbskommissar der Europäischen Kommission, hat Teneriffa einen Besuch abgestattet.
Die Eurogruppe verlangt von Spanien weitere Reformen
Die Eurogruppe – die Zusammenkunft der Wirtschafts- und Finanzminister der Euro-Staaten hat die ersten politischen Signale über die Hausaufgaben gegeben, welche die Europäische Kommission der spanischen Regierung in den nächsten zwei Wochen aufgeben wird.
PP will Schwangerschaftsabbruch wieder kriminalisieren
Ultrakonservative Gruppen wollen das moderne spanische Gesetz zur Schwangerschaftsunterbrechung wieder auf den Stand von 1985 zurücksetzen und darüber hinaus die Indikation bei Fehlbildungen des Fötus abschaffen.
Die Erklärungen über Auslandsvermögen brachten 40 Milliarden Euro „ans Licht“
Das spanische Finanzministerium schätzt, dass die „informativen Erklärungen“ über Auslandsvermögen, die in Spanien steuerpflichtige Personen bis Ende April einreichen mussten, etwa vierzig Milliarden Euro „ans Licht“ gebracht haben.
Rajoy: Spanien stand kurz vor dem Zusammenbruch
Präsident Mariano Rajoy wird häufig vorgeworfen, vor seiner Wahl Steuererhöhungen abgelehnt, kurz nach seinem Amtsantritt jedoch durchgesetzt zu haben. Als nun bekannt wurde, dass die Bürger auch in diesem Jahr keine Erleichterung von der Steuerlast erfahren werden, hagelte es erneut Kritik.
Sozialisten stellen Krisenplan vor
Die spanischen Sozialisten wollen den Staat bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise und des Zwangsräumungsdramas mehr in die Verantwortung nehmen. Dies geht aus dem neuesten Krisenplan der PSOE (Partido Socialista Obrero Español) hervor, der Anfang Mai vom Generalsekretär Alfredo Pérez Rubalcaba der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.









