Spaniens Hausärzte könnten in Kürze dazu verpflichtet sein, beim geringsten Verdacht, dass einer ihrer Patienten, gleichgültig ob erwachsen oder minderjährig, misshandelt wird oder wurde, dieses „streng vertraulich“ in dessen Krankengeschichte einzuführen.
Panorama
Tabakkonsum 2006 um 5 bis 7% gesunken
2006 wurden in Spanien 200 Millionen Zigaretten-Packungen weniger verkauft als im Vorjahr. Nach Angaben des spanischen Ausschusses für die Tabaksucht-Vorbeugung bedeutet dies, dass der Tabakkonsum bis zum Jahresende um zwischen 5 und 7% gesunken sein wird.
Blinder Autofahrer vor Gericht
Der Autofahrer, der 2004 wegen überhöhter Geschwindigkeit (154 km/h auf einer Hauptstraße) angehalten wurde, woraufhin sich herausstellte, dass er blind ist, wird sich erneut vor einem Gericht verantworten müssen.
1,8 Milliarden Euro finden keinen Besitzer
1,8 Milliarden Euro befinden sich auf blockierten Konten bei vier großen spanischen Banken – BSCH, BBVA, Bancaja und Banco de Madrid – und niemand will ihr Besitzer sein.
Verdächtige Geldbewegungen mit 500 Euro-Scheinen
Ein Großteil der Spanier hat noch nie einen 500 Euro-Schein gesehen und dennoch gibt es davon fast doppelt so viele wie 50 Euro-Scheine. Der scheinbare Widerspruch hat eine einfache Erklärung: hinter einem Großteil der in Spanien in Umlauf befindlichen 500 Euro-Scheine verbirgt sich Schwarzgeld.
Misstrauen gegen ETA-Friedensprozess wächst
Das Vertrauen der Bevölkerung, dass nach der im März dieses Jahres seitens der baskischen Terrororganisation ETA ausgerufenen Waffenruhe tatsächlich eine Chance auf Frieden im Baskenland besteht, sinkt.
Kanaren im Taumel des königlichen Besuchs
Für die vielen Journalisten und Fotografen, aber auch für die Bürger, die gekommen waren, um das Königspaar zu begrüßen, wird der 22. November 2006 ein unvergesslicher Tag bleiben.
Gegen 11.30 Uhr trafen König Juan Carlos und Königin Sofía in Begleitung des spanischen Justizministers Juan Fernando López Aguilar, des kanarischen Regierungschefs Adán Martín und des Präsidenten des Regionalparlaments, Gabriel Mato, auf der Plaza del Príncipe in der Hauptstadt ein, wo sie von den jubelnden Menschen und mit den Klängen der Nationalhymne empfangen wurden.
Korruptionsskandal in Santa Cruz de Tenerife
Das Jahr 2006 wird wohl als „das Jahr, in dem der Baukorruption endlich Einhalt geboten wurde“ in Erinnerung bleiben. Der jüngste Fall scheint nun Santa Cruz de Tenerife zu betreffen. Im Rahmen der Ermittlungen zum bislang größten Betrugsskandal in Spanien, dem im Mai aufgedeckten „Briefmarkenschwindel“, hat Untersuchungsrichter Baltasar Garzón jüngsten Meldungen zufolge auch eine betrügerische Querverbindung ins Rathaus von Teneriffas Hauptstadt aufgedeckt.
Vierzehn Immigranten ertrunken
Zwei Flüchtlingsboote kenterten am 27. November vor der westafrikanischen Küste. Dabei kamen mindestens 14 Menschen ums Leben, 17 weitere werden vermisst und 13 konnten von den marokkanischen Rettungskräften rechtzeitig geborgen werden. Alle Immigranten waren Einwohner der Westsahara, berichteten örtliche Menschenrechtsorganisationen.
12 Jahre Haft für Mord an deutschem Rentner
Am 20. Mai 2005 hatte die brutale Tötung eines 77-jährigen deutschen Rentners, der mit eingeschlagenem Schädel in seiner Wohnung in Puerto de la Cruz aufgefunden worden war (das Wochenblatt berichtete seinerzeit) für helle Aufregung in der deutschen Kolonie gesorgt.




