Eigentlich ist der August ja auch für Spaniens politische Führungskräfte ein Monat der Erholung und Entspannung. Für die Ministerin für Infrastrukturen, Magdalena Àlvarez, gilt dies jedoch in diesem Jahr in keiner Weise. Grund dafür sind eine ganze Reihe von Chaos-Meldungen aus Barcelona.
Panorama
Fünf Tote und 45 Verletzte bei Busunfall
Bei einem tragischen Busunfall sind am 13. August in Südspanien fünf Menschen ums Leben gekommen und 45 weitere wurden verletzt. Der Unfall ereignete sich auf der Fernstraße A-4 (Madrid-Cádiz) nahe der Stadt Lopera in der Provinz Jaén.
Spanischer Doppelagent in Puerto de la Cruz verhaftet
In Puerto de la Cruz wurde Ende Juli der Doppelagent Roberto Flórez García verhaftet und des Hochverrats angeklagt. Flórez soll in den Jahren 2001 bis 2004 in seiner Eigenschaft als Mitglied des spanischen Geheimdienstes CNI „für viel Geld“ – die Rede ist von mindestens 200.000 Dollar – Informationen an einen fremden Staat verkauft haben. Vermutet wird Russland, obwohl von dort jegliche Verbindung zu Flórez dementiert wird.
15-jähriges Mädchen auf Teneriffa ermordet
Der 28-jährige Kolumbianer Héctor Franco Giraldo hat vor Gericht gestanden, die 15-jährige Chilenin Fernanda Fabiola Urzúa ermordet zu haben, deren Leiche am 2. August nach einwöchiger Suche aufgefunden werden konnte.
ETA-Führer festgenommen
In der südfranzösischen Stadt Rodez konnte die Polizei jetzt drei mutmaßliche Mitglieder der Terror-Organisation ETA festnehmen.
Wenig Lebensqualität in Las Palmas de Gran Canaria
Las Palmas de Gran Canaria ist eine der spanischen Städte, in denen es sich am schlechtesten lebt. Und das ist nicht etwa die Meinung irgendwelcher Statistiker oder sonstiger wirtschaftlicher Analytiker.
Miniaturausgabe einer Schule
Die Eltern von Valeria, Alba, Maikel und Alexander sind happy. Die Schule bleibt! Zumindest für das kommende Schuljahr, danach ist alles wieder ungewiss. Auch die Direktorin und gleichzeitig einzige Lehrkraft der öffentlichen Grundschule in Chamorga, Conchi Fariña, freut sich.
Mit Fleiß den Traum von einem neuen Leben verwirklichen
Youssou (Name geändert), ein 17-jähriger Junge, der mit einem Flüchtlingsboot aus dem Senegal auf den Kanaren gelandet ist. Am 28. April 2006 verließ er seine Familie im Senegal, um sich auf den Weg in eine bessere Zukunft zu machen.
Fußbodenheizung für Gorillas?
Moment mal: Die Gorillas schlafen mit Fußbodenheizung? Die Pinguine lassen sich täglich von 12 Tonnen Schnee berieseln? Und die Orcas kann man von unten beobachten?
Abstieg des blutigen Volkssports
„Langsam stirbt der Tod am Nachmittag“ – so treffend beschreibt Leo Wieland in der FAZ den Anfang vom Ende des zweifelhaften „Volkssports“ Stierkampf in Spanien. Das blutige Schauspiel verliert immer mehr Anhänger, was durch Meinungsumfragen belegt wird, und insbesondere die jüngeren Generationen lehnen die Tierquälerei in den Arenen ab und wollen sich nicht mehr mit diesem längst zweifelhaften „Nationalstolz“ identifizieren.









