Auf über 25 km Länge stehen sie im Halbkreis aufgereiht und schauen auf das hinunter, was ihnen 200 – 500 m tiefer zu Füßen liegt. Man müsste hoch fliegen, um sie alle gleichzeitig auf ein Foto zu bekommen. Zwischen 30 und 40 Gipfel und Spitzen umfassen hufeisenförmig die Cañadas del Teide. Ihren Namen nach sind sie männlich und heißen El Cabezón, El Sombrero, El Roque del Cedro oder El Topo de la Grieta – fast alle. Denn zwei der imposantesten – La Fortaleza und La Guajara – sind eindeutig weiblich, allen Übersetzungsfehlern, die von „dem Fortaleza“ und „dem Guajara“ sprechen, zum Trotz. Man spricht in den Alpen ja auch nicht von „dem Jungfrau“ oder „dem Rote Flüh“. Die Frauenquote unter den Bergen ist allerdings auch auf Teneriffa klein. Gemeinsam ist ihnen, dass sie vor etwa 170.000 Jahren in kürzester Zeit entstanden sind. Ein Tag nur möglicherweise, wahrscheinlich etwas mehr. In geologischen Zeiträumen spielt diese kleine Ungenauigkeit keine Rolle. Sie sind die Überreste und letzten Zeugen eines Berges, den es einmal gab, der sie um mindestens 1000 m überragte, von dem wir uns aber nur ein sehr ungenaues Bild machen können. Seine Trümmer liegen im Atlantik vor Icod de los Vinos; denn dorthin ist er damals hinuntergestürzt, der Vorgänger des Pico del Teide, den die Forscher Prä-Caldera-Vulkan nennen, weil er sich vor Entstehung der heutigen Caldera dort erhob. Auf unserem Weg können wir uns mit Einigem beschäftigen, was von diesem vergangenen Riesen zurückblieb.
Kultur
Rollenspiele
In Max Frischs „Gantenbein“ spielt einer blind. Er kauft sich eine dunkle Brille, eine Armbinde und einen Blindenstock und genießt ein neues Leben. Ein Leben, in dem sich nun auch die anderen, die ihn für blind halten, ganz anders verhalten, als wenn sie sich gesehen und beobachtet wüssten.
Bourne – In geheimer Mission in Santa Cruz
In Santa Cruz de Tenerife laufen die Dreharbeiten zum 5. Film der Bourne-Saga mit Oscarpreisträger Matt Damon in der Hauptrolle. Der Film spielt in Athen…
Piratenhaus verfällt zur Ruine
Die Partei Ciudadanos (C’s) will nicht weiter zusehen, wie das ehemalige Anwesen des Korsaren Amaro Pargo in El Rosario verfällt.
Wandern und entdecken
Kaum jemand wandert noch auf dem Camino Real, der La Laguna mit Candelaria verband und weiter in den Süden führte. Dabei war er über Jahrhunderte die wichtigste Verbindung zwischen der alten Inselhauptstadt und den Gegenden von Abona und Chasna. Als der Chinyero vor mehr als 100 Jahren ausbrach und Santiago del Teide bedrohte, gelangte über ihn die Nachricht nach Santa Cruz und weiter in die Welt. Er war wichtig. Der Bau der kurvenreichen Carretera General, der heutigen TF-28, leitete Anfang des vergangenen Jahrhunderts seinen Niedergang ein. Streckenweise verschwand er regelrecht aus der Landschaft, wurde überbaut oder von Dickicht überwuchert. Aber wo es ihn noch gibt, etwa ab dem Dörfchen Llano del Moro, pilgern auf ihm die Leute aus La Laguna und anderen Orten an den Días de Candelaria zum Heiligtum der Virgen. Bei Machado passieren sie die große Ermita de la Señora del Rosario. Man kann die auf freiem Feld stehende Kirche aus dem frühen 16. Jh. auch über ein Asphaltsträßchen mit dem Auto erreichen. Meistens ist sie verschlossen. Hat man Glück, z.B. sonntags nach der Messe, kann man in ihrem Inneren ein Kuriosum entdecken: Das Konterfei eines Piraten – nach anderen Quellen war er ein Korsar.
Die einen packen die Koffer aus, andere packen sie ein…
Die Ferienzeit in Deutschland geht zu Ende. Viele nehmen schöne und positive Erfahrungen mit nach Hause. Es hat gutgetan, einige Wochen dem Alltag entfliehen zu können. Sommer, Sonne und Strand, das gibt vielen Menschen neue Kraft.
Rückblick
Ein Thema, das nach dreißig Jahren noch immer im Fokus steht und so aktuell ist wie eh und je, sind Stierkämpfe, vor allem aber die Stiertreiben, die während der Sommermonate in vielen spanischen Ortschaften stattfinden. Da Spanien am 1.1.1986 der Europäischen Gemeinschaft beigetreten war, machten sich die internationalen Tierschutzverbände berechtigte Hoffnung, über die EG die Stierkämpfe in Spanien verbieten zu können. Ein Aufruf zum Boykott des Urlaubslands Spanien wegen dieses grausamen Schauspiels war zuvor ins Leere gelaufen, denn viele Touristen ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, in ihrem Urlaub eine echte spanische „Corrida“ zu besuchen.
Rückblick
Nur Wenige werden sich noch daran erinnern, dass Puerto de la Cruz bis vor 30 Jahren auf der heutigen Plaza de Europa einen bunten, lebhaften Markt hatte. Um das feste Gebäude, in dem sich die Verkaufsstände der Fisch-, Fleisch- und Geflügelhändler befanden, scharten sich die Tische der Obst- und Gemüsestände, der Gewürzverkäufer, der Marokkaner mit ihren Ledererzeugnissen sowie der Zigeuner, die schon damals den Touristen ihre gefälschten Handarbeiten verkaufen wollten. Doch das Marktgebäude war alt und baufällig geworden und bot viel zu wenig Platz für die vielen Händler.
Ausgezeichnetes Natur- und Völkerkundemuseum
Das Natur- und Völkerkundemuseum in Santa Cruz – Museo de la Naturaleza y el Hombre – wurde zum zweiten Mal in Folge vom Reiseportal Tripadvisor mit dem „Zertifikat für Exzellenz 2015“ ausgezeichnet.
POLYGLOTT on tour: Kanarische Inseln von Rolf Goetz
POLYGLOTT on tour ist ein Begleiter über sieben Eilande, von vulkanisch schwarz bis üppig grün, von Strandhochburg bis Hinterland-Finca, von Wandern und Surfen bis zum Dolcefarniente am Pool. Wer mit POLYGLOTT on tour auf Reisen geht, kann den Herzschlag der Kanarischen Inseln hautnah erspüren. Dieser Klassiker unter den Kompakt-Reiseführern führt zu allen Highlights der Inseln.










