Rückblick

Einheimische und Residenten die seit vielen Jahren auf den Kanaren leben, sprechen immer wieder gerne über die „goldenen Zeiten“ des Kanaren-Tourismus, als die Inseln das bevorzugte Urlaubsziel von Prominenten waren und von Gästen, die etwas mehr für ihre Urlaubsreise ausgeben konnten. “Die Siebziger und Achtziger, das war die Zeit, als die Damen im Nerz zum Abendessen gingen und in den Vorratsräumen der Hotels noch Kaviar und französischer Champagner lagerten“, schwärmen etwas überspitzt die Menschen, wenn sie von „früher“ berichten, als angeblich alles viel besser war.

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Rückblick

Streiks waren auch vor dreißig Jahren schon ein probates Mittel, um Forderungen jeglicher Art durchzusetzen. Und je näher die Streiks an Feiertage oder Ferienbeginn rücken, umso schmerzhafter sind die Folgen für Feriengebiete wie die Kanarischen Inseln. So waren Streiks der Hotelangestellten aber ganz besonders des Personals der Fluggesellschaften und der Flughäfen auch in den Achtzigerjahren schon ein Albtraum für die kanarischen Hoteliers. Auch damals reisten weit mehr als neunzig Prozent aller Urlaubsgäste mit dem Flugzeug an.

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Wandern und entdecken

Zwischen den Gemeinden Güímar und Fasnia bildet der beeindruckende Barranco de Hérques die unübersehbare Grenze. Bevor die TF-28 mit ihrer 40 m hohen Brücke zu Beginn des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, war er ein nahezu unüberwindbares Hindernis. Güímar endete bei El Escobonal, jenseits des Barrancos begann Fasnia. Einzig der Camino Real verband beide Orte einigermaßen miteinander. Er ist heute noch in vielen Abschnitten original erhalten und bietet eine hübsche Wanderung von knapp drei Stunden Dauer durch die bäuerlich geprägte Landschaft. Er verbindet zugleich auch zwei seltsame Kirchen oder das, was von ihnen übrig blieb. Natürlich sind sie fotogen – wie manche gut erhaltene Ruine. Aber es gibt noch mehr Gemeinsamkeiten.

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Rückblick

In den Achtzigerjahren war das Internationale Festival des Ökologie- und Naturfilms ein Highlight im Jahresprogramm von Puerto de la Cruz. 1982 ins Leben gerufen, lockte es Jahr für Jahr mehr Prominenz in die Touristenstadt. Filmschaffende aus der ganzen Welt – sowohl Regisseure als auch Schauspieler – aber auch Persönlichkeiten aus der „grünen“ politischen Szene Europas nahmen an den Filmvorführungen und dem Rahmenprogramm teil. Der bekannte Künstler und Landschaftsarchitekt César Manrique, der auch verschiedene aufsehenerregende Plakate für das Festival schuf, war mit von der Partie. Und damals hatten wir auch Gelegenheit, mit den Gründern der Grünen in Deutschland, wie Petra Kelly, Interviews zu führen. Bis zum Beginn der Neunzigerjahre konnte der Erfolg, was Filme und Besucher betrifft, von Jahr zu Jahr gesteigert werden, bis – in der Folge eines Regierungswechsels im Rathaus von Puerto – das Ökologie- und Naturfilmfestival eingestellt wurde.

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