Wandern und entdecken

Kaum jemand wandert noch auf dem Camino Real, der La Laguna mit Candelaria verband und weiter in den Süden führte. Dabei war er über Jahrhunderte die wichtigste Verbindung zwischen der alten Inselhauptstadt und den Gegenden von Abona und Chasna. Als der Chinyero vor mehr als 100 Jahren ausbrach und Santiago del Teide bedrohte, gelangte über ihn die Nachricht nach Santa Cruz und weiter in die Welt. Er war wichtig. Der Bau der kurvenreichen Carretera General, der heutigen TF-28, leitete Anfang des vergangenen Jahrhunderts seinen Niedergang ein. Streckenweise verschwand er regelrecht aus der Landschaft, wurde überbaut oder von Dickicht überwuchert. Aber wo es ihn noch gibt, etwa ab dem Dörfchen Llano del Moro, pilgern auf ihm die Leute aus La Laguna und anderen Orten an den Días de Candelaria zum Heiligtum der Virgen. Bei Machado passieren sie die große Ermita de la Señora del Rosario. Man kann die auf freiem Feld stehende Kirche aus dem frühen 16. Jh. auch über ein Asphaltsträßchen mit dem Auto erreichen. Meistens ist sie verschlossen. Hat man Glück, z.B. sonntags nach der Messe, kann man in ihrem Inneren ein Kuriosum entdecken: Das Konterfei eines Piraten – nach anderen Quellen war er ein Korsar.

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Rückblick

Ein Thema, das nach dreißig Jahren noch immer im Fokus steht und so aktuell ist wie eh und je, sind Stierkämpfe, vor allem aber die Stiertreiben, die während der Sommermonate in vielen spanischen Ortschaften stattfinden. Da Spanien am 1.1.1986 der Europäischen Gemeinschaft beigetreten war, machten sich die internationalen Tierschutzverbände berechtigte Hoffnung, über die EG die Stierkämpfe in Spanien verbieten zu können. Ein Aufruf zum Boykott des Urlaubslands Spanien wegen dieses grausamen Schauspiels war zuvor ins Leere gelaufen, denn viele Touristen ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, in ihrem Urlaub eine echte spanische „Corrida“ zu besuchen.

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Rückblick

Nur Wenige werden sich noch daran erinnern, dass Puerto de la Cruz bis vor 30 Jahren auf der heutigen Plaza de Europa einen bunten, lebhaften Markt hatte. Um das feste Gebäude, in dem sich die Verkaufsstände der Fisch-, Fleisch- und Geflügelhändler befanden, scharten sich die Tische der Obst- und Gemüsestände, der Gewürzverkäufer, der Marokkaner mit ihren Ledererzeugnissen sowie der Zigeuner, die schon damals den Touristen ihre gefälschten Handarbeiten verkaufen wollten. Doch das Marktgebäude war alt und baufällig geworden und bot viel zu wenig Platz für die vielen Händler.

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